Fußball

Spiel der Woche Team von Trainer Jens Stark steht in der A-Liga nicht da, wo es will / Kellerduell mit Bensheimer Reserve hat richtungsweisenden Charakter

SG NoWa bereit für „Sechs-Punkte-Spiel“

Archivartikel

Wattenheim.Nach drei Spieltagen in der Fußball-Kreisliga A Bergstraße finden sich die SG Nordheim/Wattenheim und der FC 07 Bensheim II letztlich da wieder, wo sie die wegen Corona vorzeitig beendete Saison 2019/2020 abgeschlossen haben, nämlich auf dem Vorletzten (NoWa) und letzten Tabellenplatz (FC 07 II).

Hinter beiden Teams lag in der Spielzeit 2019/20 zwar noch der VfB Lampertheim, der seine Mannschaft aber noch vor Ende der Winterpause aus der A-Liga zurückgezogen hatte. Am Samstag stehen sich die SG NoWa und der FC 07 Bensheim II um 15.30 Uhr auf dem Sportplatz in Biblis-Wattenheim nun im Kellerduell gegenüber.

„Wir befinden uns nach drei Spielen nicht da, wo wir stehen wollen, auch wenn wir natürlich ein sehr schwieriges Auftaktprogramm hatten“, gefällt NoWa-Coach Jens Stark der momentane Tabellenstand gar nicht. „Unser Ziel in dieser Saison ist ein einstelliger Tabellenplatz, aktuell stehen wir mit einem Punkt aber nur einen Zähler vor dem FC 07 Bensheim II, da ist ein Heimsieg am Samstag für uns Pflicht“, fordert der Trainer der Sportgemeinschaft.

07er denken noch an 0:7

„Für uns lautet das Saisonziel Klassenerhalt und da gilt es bei einem Absteiger in dieser Saison eine Mannschaft hinter sich zu lassen“, hat FC-07-II-Trainer Benaisa „Ben“ Talib nichts anderes erwartet, als dass sich die junge Reserve des Bensheimer Gruppenligisten im Kampf um den Klassenerhalt wiederfindet.

Nachdem die Bensheimer bis zum Corona-Stopp in der vergangenen Saison gerade einmal drei Punkte sammeln konnten und davon profitierten, dass es keine sportlichen Absteiger gab, sieht Talib die U 23 des FC nun deutlich besser aufgestellt. „In der vergangenen Saison ging es in der Hinrunde eigentlich nur darum, eine Mannschaft aufzubieten, da haben sogar AH-Spieler und ich selbst ausgeholfen, damit es weitergeht. Nach der Winterpause sah es dann personell bei uns schon anders aus, aber dann wurde der Spielbetrieb wegen Corona eingestellt“, hat Talib auch zur neuen Saison Spieler aus der eigenen A-Jugend dazu bekommen.

„Die Mannschaft ist noch sehr jung, da passieren eben auch Fehler, das muss man den jungen Spielern auch zugestehen. Mit einem Sieg am Samstag hätten wir die Chance, da unten herauszukommen. Wobei wir nicht die besten Erinnerungen an unser letztes Spiel bei der SG Nordheim/Wattenheim haben“, hat der Trainer die 0:7-Niederlage aus der vergangenen Saison noch nicht vergessen. „Das wird am Samstag sicherlich ein anderes Spiel als damals und genaugenommen ist es ja das Spiel zur Nordemer Kerb 2020, die aber wegen Corona nicht stattfindet. An dieser Stelle möchte ich mich noch mal ausdrücklich beim FC 07 Bensheim II bedanken, dass sie schon früh dazu bereit waren, dieses Spiel auf Samstag zu verlegen“, sagt Jens Stark. Er hatte zuletzt ganz andere Sorgen, die SG Nordheim/Wattenheim II musste nach dem D-Liga-Spiel gegen die SG Olympia/VfB Lampertheim II in Quarantäne, weil bei den Lampertheimern ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden war (wir haben berichtet).

Rückzüge nach Quarantäne

„Danach haben sich dann ein Spieler aus der ersten und einer aus der zweiten Mannschaft abgemeldet und ich kann nicht ausschließen, dass noch weitere folgen werden. Das muss man auch verstehen, wenn man einer Arbeit, Ausbildung oder einem Studium nachgeht und dann ein-, zweimal in Quarantäne muss oder Angehörige in einer Risikogruppe hat, dann ist das schon ein anderes Thema als Amateurfußball“, betont Stark.

Am Samstag bangt der NoWa-Coach um den Einsatz von Justin Keller (Oberschenkelzerrung) und Fabian Torger (Wadenverletzung), während Benedikt Bersch wieder fit ist. Bei den Gästen muss Talib auf Tobias Kurz (Urlaub) verzichten, dafür steht Andre Haupt der Reserve der 07er wieder zur Verfügung.

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