Fußball

Fußball VfB plagen viele Sorgen vor Kellerduell in Nürnberg

„Sieg kann heilsam sein“

Stuttgart.Markus Weinzierl bereut nichts. Dabei hätte der Trainer des VfB Stuttgart jetzt noch seine Freizeit genießen können. Stattdessen liest sich seine berufliche Bilanz des vergangenen Monats nun so: drei Pflichtspiele mit dem VfB, null Punkte, null Tore, elf Gegentore, Tabellenletzter der Fußball-Bundesliga. Dennoch habe er sich seit seinem Einstieg Anfang Oktober laut eigener Aussage nie gefragt, was er sich da angetan hat mit dem VfB Stuttgart, sagte der 43-Jährige am Donnerstag. „Nein. Das kann ich ganz kurz und knapp und klar beantworten.“

Er hat das ja schließlich auch alles irgendwie schon mal erlebt – zumindest so ähnlich. Der Beginn seiner Zeit beim FC Schalke 04 war mit fünf Niederlagen in der Liga zum Saisonstart ebenfalls schwierig. Und der FC Augsburg hatte nach der ersten Hinrunde unter ihm gerade mal neun Punkte auf dem Konto. Aber Weinzierl weiß, wie viel sich für den VfB möglicherweise schon am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Kellerduell beim 1. FC Nürnberg ändern könnte. „Ich habe die Erfahrung, dass oft ein Sieg sehr, sehr heilsam sein kann“, sagte er.

Desolate Defensive

Wie ein solcher Erfolg den Stuttgartern in ihrer derzeitigen Verfassung gelingen kann, ist fraglich. Vom jüngsten 0:3 gegen Eintracht Frankfurt bleibt vor allem die über weite Strecken desolate Defensivleistung in Erinnerung. Hinzu kommt ein gravierendes Fitnessproblem, wie Sportvorstand Michael Reschke und auch Weinzierl nach dem Frankfurt-Spiel festgestellt hatten. Tore schießen die Stürmer wie Ex-Nationalspieler Mario Gomez derzeit auch nicht. Und, was Weinzierl am Donnerstag nicht zum ersten Mal mehr oder weniger diplomatisch ausdrückte: Der Kader ist zu klein.

Fünf Zähler trennen Stuttgart von Aufsteiger Nürnberg auf Platz 15. Mit einem Sieg würde der VfB die drei letzten Plätze der Liga zwar nicht verlassen. Er dürfte aber vor allem aus psychologischer Sicht von enormer Bedeutung für die extrem verunsicherte Mannschaft sein. dpa