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Fußball Einer der Kandidaten für den Trainerposten beim Zweitligisten Stuttgart soll Paris Saint-Germains Co-Trainer Zsolt Löw sein

Spekulationen über Walters Nachfolge beim VfB

Archivartikel

Stuttgart.Der VfB Stuttgart wollte mit seinen neuen Führungskräften für Ruhe und Kontinuität sorgen und möglichst schnell wieder in die Beletage des deutschen Fußballs zurückkehren. Am 23. Dezember musste Trainer Tim Walter dann doch gehen, nach einem halben Jahr. Wer folgt auf den 44-Jährigen? Diese Frage beschäftigt nicht nur die Fans der Schwaben. Die Gerüchteküche brodelt.

Ein Kandidat soll Zsolt Löw sein. Doch die Stuttgarter haben zum Assistenten von Thomas Tuchel beim französischen Meister Paris Saint-Germain nach dessen Angaben bislang keinen direkten Kontakt aufgenommen. „Bis jetzt hat sich noch keiner vom VfB bei mir gemeldet“, sagte Löw der „Bild“-Zeitung. „Was ich sagen kann, ist, dass ich mich in Paris sehr wohl fühle, noch eineinhalb Jahre unter Vertrag stehe und wir noch große Ziele haben. Darauf konzentriere ich mich aktuell.“ Die „Stuttgarter Zeitung“ hatte den 40-jährigen Ungarn Löw an Heiligabend als Kandidat bei den Schwaben genannt.

Aufgrund des Termins hatte die Mannschaft keine Gelegenheit, sich von ihrem Coach zu verabschieden. Das holten einige Spieler über die sozialen Netzwerke nach. Maxime Awoudja, den Walter im Sommer aus der Bayern-Reserve geholt hatte, bedankte sich „für die ersten Erfahrungen, die ich sammeln konnte – sowohl sportlich, als auch menschlich“. „Danke Coach“ und „Alles Gute für die Zukunft“, schrieb Philipp Förster, der bereits in der Jugend des Karlsruher SC mit Walter gearbeitet hatte. Der VfB hatte die Trennung von Walter am 23. Dezember bekanntgegeben, der erst im Sommer von Holstein Kiel gekommen war. Trotz Tabellenplatz drei zur Winterpause sah der Club seine Ziele für diese Spielzeit nach zuletzt schwächeren Leistungen gefährdet. „Die umfangreiche Analyse der Hinrunde ergab, dass wir unsere kurz- und mittelfristigen Zielsetzungen, aufzusteigen und unsere Spieler und unsere Spielidee gemeinsam konsequent weiterzuentwickeln, gefährdet sehen“, hatte Sportdirektor Sven Mislintat erklärt.

Wie der „Kicker“ schrieb, soll in der Führung der Stuttgarter bereits über den ehemaligen Mainzer Trainer Sandro Schwarz und den früheren Kölner Coach Markus Anfang diskutiert worden sein. Die „Stuttgarter Zeitung“ berichtete indes, beide spielten bei den Zukunftsszenarien keine Rolle. Der Vorstandsvorsitzende Thomas Hitzlsperger hatte erklärt, man habe bezüglich eines Nachfolgers noch keine Entscheidung getroffen. Sinnvoll wäre es jedoch, wenn ein neuer Coach den Trainingsauftakt am 6. Januar leiten würde. red/dpa