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Fußball SC Freiburg wartet weiter auf den ersten Heimsieg

Streich befürchtet „harten Kampf“

Archivartikel

Freiburg.Christian Streich war bedient. Angespannt und wortkarg kommentierte der Trainer das 2:4 seines SC Freiburg gegen Leverkusen. Seit fünf Spielen sind die Breisgauer in der Fußball-Bundesliga sieglos, seit dem geglückten und viel versprechenden Auftakt im Landesduell mit dem VfB Stuttgart. Streich ahnt, was auf ihn in den kommenden Monaten zukommen könnte. Und das gefällt ihm gar nicht. „Wir müssen uns darauf einrichten, dass es ein harter, harter Kampf wird in diesem Jahr“, prophezeite er.

Der 55-Jährige fürchtet, dass ihm – anders als in der vergangenen Saison – keine sportlich sorgenfreie Spielzeit bevorsteht. Und darauf deuten die vergangenen Wochen auch hin. Damals war der Club nicht nur frei von Abstiegsängsten, sondern begeisterte kurzzeitig als Bayern-Jäger und durfte lange mit dem Europapokal liebäugeln. Nun bedeuten sechs Punkte nach sechs Spielen erst einmal nur Platz 13. Und ein anstehender Auswärtstrip zum Champions-League-Teilnehmer Leipzig lässt ein weiteres Abrutschen vor der nächsten Länderspielpause befürchten. Noch ist es früh in der Saison, aber mehrere Probleme bei den Badenern zeichnen sich bereits ab. Da wären die Neuzugänge, die die prominenten Abgänge nicht ersetzen können. Rekordeinkauf Baptiste Santamaria hat seinen Stammplatz zwar gefunden. Ermedin Demirovic dagegen bekam gegen Leverkusen wieder nur ein paar Minuten Spielzeit. Der Stürmer müsse sich an die Bundesliga anpassen, hatte Streich angekündigt. Das gilt auch für Guus Til, der verletzt in den Breisgau kam.

Höfler als Pechvogel

Doch die mäßige Punktausbeute ist nicht nur mit den den Abschieden der Leistungsträger Robin Koch, Luca Waldschmidt und Alexander Schwolow zu erklären. Es häufen sich individuelle Fehler. Nicolas Höfler, in der Vergangenheit oft zuverlässig, war gegen Leverkusen gleich an drei der vier Gegentore mitschuldig. Der 30-Jährige brachte die zuvor harmlose Bayer-Elf mit missratenen Pässen zurück ins Spiel.

Nach der Schlappe gegen den Europa-League-Teilnehmer summiert sich die Zahl der Freiburger Gegentore auf 13, nur Schalke und Mainz stehen defensiv schlechter da. „Aktuell müssen wir uns an die eigene Nase fassen, dass wir zu viele Gegentore schlucken, dass wir nicht diese Konstanz haben, die wir vor ein paar Wochen und Monaten hatten“, warnte Rekordjoker Nils Petersen und erinnerte an einen Punkt, der ebenfalls anders läuft als in der vergangenen Saison. Vor dem Spiel gegen Leverkusen hatte der SC in drei weiteren Partien jeweils geführt, dann aber nur einen Punkt geholt, und wartet auch deswegen noch auf den ersten Heimsieg. dpa

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