Fußball

Fußball VfB beim Regionalligisten glücklich eine Runde weiter

Stuttgart braucht in Cottbus das Elfmeterschießen

Cottbus.Erst im Elfer-Krimi hat der VfB Stuttgart eine kräftige Pokal-Blamage verhindert und Regionalligist FC Energie Cottbus die Revanche für das Finale von 1997 verdorben. 7365 Tage nach dem gewonnenen Endspielduell mit den Lausitzern drehte der lange verunsicherte Bundesliga-Aufsteiger die Erstrunden-Partie und feierte ein schmeichelhaftes 4:3 (2:2, 0:2) im Elfmeterschießen. Björn Ziegenbein und Benjamin Förster vergaben die beiden Elfmeter für Cottbus. Als Abschluss von turbulenten VfB-Wochen mit dem Rauswurf von Jan Schindelmeiser erlebte der neue Sportdirektor Michael Reschke doch noch ein gelungenes Debüt auf der Tribüne.

Die Cottbuser Fabio Viteritti (5.) und Maximilian Zimmer (28.) mit einem Traum-Freistoß überwanden Fußball-Weltmeister Ron Robert Zieler im VfB-Tor und sorgten für die schnelle Führung. Vor 17 516 Zuschauern im Stadion der Freundschaft brachten jedoch Josip Brekalo (49.) und José Matuwila (77.) per Eigentor die Wende. Die Schwaben vermieden damit einen Auftakt-K.o. wie zuletzt 2014, Energie wartet seit 2013 auf den Sprung in die zweite Runde.

Die Heim-Fans beschworen auf Bannern den "Geist von 1997", als die damals drittklassigen Lausitzer erst im Finale mit 0:2 an Stuttgart scheiterten. Und im Stile der Pokalhelden von damals mit ebenso rot-blau-gestreiften Trikots wie vor 20 Jahren legte auch das Team von Coach Claus-Dieter Wollitz los. Mit schnellen Kontern setzte Energie die Stuttgarter früh unter Druck, angesichts zahlreicher Personalprobleme präsentierte sich der Favorit ungeordnet. Mit einem Querpass im eigenen Strafraum legte Dzenis Burnic die Führung für Cottbus auf, Viteritti brauchte nur noch einzuschieben.

Nach der Pause trat der VfB zielstrebiger auf und egalisierte den Rückstand. Aber Energie steckte auch in der Verlängerung auf. dpa