Fußball

Fußball Amateurclub aus Niedersachsen kann sein DFB-Pokal-Glück kaum fassen / Hoffenheims Manager Rosen nennt FCK „einen der attraktivsten Gegner“

SV Drochtersen/Assel im Bayern-Rausch

Dortmund.Lauter Jubel und ausgelassene Tänze: Ausnahmezustand beim kleinen niedersächsischen Verein SV Drochtersen/Assel. Die Amateurkicker von der Elbe haben das große Los gezogen. Sie treten im DFB-Pokal gegen Fußball-Rekordmeister FC Bayern an. „Das ist überragend“, kommentierte Trainer Lars Uder die Pokal-Auslosung vom Freitagabend. „Ein Kindheitstraum.“ Innenverteidiger Nico Mau sagte: „Wahnsinn. Jeder Fußballer träumt davon, gegen solch einen großen Gegner zu spielen.“

Titelverteidiger Eintracht Frankfurt muss in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals beim Regionalligisten SSV Ulm antreten, wie die Auslosung im Beisein von DFB-Präsident Reinhard Grindel im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund ergab. Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund erwartet ein reizvolles Duell beim Zweitligisten Greuther Fürth – diese Paarung gab es schon einmal 2012 im Pokal-Halbfinale. Fürths Sportdirektor Rachid Azzouzi sprach noch am Freitagabend von einer „der schwersten Aufgaben“, die man mit Dortmund gezogen habe. Die Vorfreude auf einen tollen Pokal-Abend trübe das allerdings nicht.

Spieltermin 17. bis 20. August

„Es ist alles dabei, was die erste Runde des DFB-Pokals ausmacht“, kommentierte DFB-Präsident Reinhard Grindel die Auslosung auf Twitter. „Der Reiz der Duelle Klein gegen Groß, der sicherlich im Spiel Drochtersen/Assel gegen den FC Bayern am deutlichsten wird.“

Die erste Hauptrunde wird vom 17. bis 20. August ausgespielt. Die 32 Siegerteams sind Ende Oktober in der zweiten Runde dabei. Das Finale steigt am 25. Mai 2019 im Berliner Olympiastadion statt.

Der 1. FC Kaiserslautern tritt in der Saison 2018/19 als Drittligist im DFB-Pokal an – und erwartet Champions-League-Starter TSG Hoffenheim. Das Team von Trainer Michael Frontzeck belegte in der vergangenen Saison den letzten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga. An das räumlich nahe gelegene Kaiserslautern hat die TSG emotionale Erinnerungen: Mit einem 2:1-Auswärtserfolg im Fritz-Walter-Stadion sicherte sich „Hoffe“ in der Relegation 2012/13 den Klassenerhalt in der Bundesliga.

„Das ist sicher einer der anspruchsvollsten und attraktivsten Gegner für die erste Runde,“ sagte Alexander Rosen, Direktor Profifußball der TSG. „Es ist eine herausfordernde Aufgabe und damit der adäquate Start in die Saison. Für uns gibt es natürlich nur ein Ziel: den Einzug in die zweite Runde.“

Vizemeister Schalke 04 wurde dem Bayern-Pokalsieger 1. FC Schweinfurt 05 zugelost. Der Südbaden-Pokalsieger SV Linx, der sich als einziger Sechstligist für die Runde der 64 Mannschaften qualifiziert hatte, darf sich auf ein stimmungsvolles Heimspiel gegen den fränkischen Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Nürnberg freuen.

HSV nach Erndtebrück

Der westfälische Regionaligist TuS Erndtebrück fordert Bundesliga-Absteiger Hamburger SV heraus. Regionallist BFC Dynamo Berlin empfängt den 1. FC Köln. Der FC Carl Zeiss Jena fordert nach einer starken ersten Drittliga-Saison den 1. FC Union Berlin heraus – ein spannendes Duell der ehemaligen Clubs aus der DDR-Oberliga. dpa/jb