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Fußball RB Leipzig schlägt Borussia Mönchengladbach mit 2:0 und rückt in der Bundesliga-Spitzengruppe auf / Nationalstürmer als Sieggarant

Timo Werner liegen die Doppelpacks

Archivartikel

Leipzig.Als Doppelpack-Serientäter Timo Werner kurz vor Abpfiff das Spielfeld verließ, erhob sich der Großteil der 41 939 Zuschauer. Sein vierter Zwei-Tore-Streich in dieser Spielzeit bescherte RB Leipzig beim 2:0 (2:0) gegen den Tabellenzweiten Borussia Mönchengladbach nicht nur den Sieg, sondern ihm selbst noch ein Extralob von Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick. „Nicht nur seine Tore waren heute wieder entscheidend, sondern wie er gegen den Ball gearbeitet hat, hat mir sehr gefallen. So wünsche ich ihn mir in den nächsten Wochen noch öfter“, sagte Rangnick.

Werner hatte zu psychologisch wichtigen Momenten getroffen: Nach drei Minuten nach einem Doppelpass mit Marcel Sabitzer und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach einem Konter. Damit war die Borussia geschlagen, der im Angriff gegen eine extrem gut verteidigende Leipziger Mannschaft nicht viel einfiel. Ein ebenso starker RB-Torhüter Peter Gulacsi sorgte dafür, dass die Sachsen zum siebten Mal in dieser Saison zu Null spielten und in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga bis auf einen Punkt an Mönchengladbach heranrückten.

„Doppelpacks liegen mir in dieser Saison irgendwie – und vor allem haben die Tore drei Punkte gebracht. Es war eine Top-Teamleistung in allen Bereichen. Nur so kann man den Tabellenzweiten besiegen“, sagte Werner zufrieden.

Für Mönchengladbach setzte sich die Negativserie gegen die Leipziger fort: Auch im fünften Spiel gab es keinen Sieg. Auf Spitzenreiter Borussia Dortmund haben die Rheinländer nun sieben Punkte Rückstand. „Wir haben zu einem guten Bundesligaspiel beigetragen“, sagte zwar Gästetrainer Dieter Hecking, aber: „Wenn man in der Anfangsphase wieder gleich 0:1 zurückliegt, wird es verdammt schwer. Ich weiß nicht, warum uns das nun schon zum wiederholten Mal passiert ist.“

Mit der stärksten Elf

Rangnick konnte auf seine derzeit stärkste Mannschaft zurückgreifen – und das zahlte sich aus. Auch die bei den beiden 0:1-Niederlagen beim VfL Wolfsburg und bei RB Salzburg fehlenden Mittelfeldspieler Kevin Kampl und Marcel Sabitzer sowie der in der Europa League nicht einsatzfähige Diego Demme standen wieder im Kader. „Jeder hat gesehen, wie wichtig die drei für unser Spiel mit und gegen den Ball sind“, sagte der Coach der Gastgeber. Von der ersten Minute an waren Kampl und Sabitzer in der Vorwärtsbewegung sowie Demme als Abräumer mit die auffälligsten RB-Akteure. Sabitzer bereitete nicht nur das 1:0 vor, sondern hatte im Spielverlauf gleich sieben gute Einschussmöglichkeiten.

In einem Spiel, das durch hohes Tempo geprägt war, hatte Leipzig durch die größere Effizienz im Abschluss Vorteile. Auf der Gegenseite scheiterte Lars Stindl bei zwei sehr guten Möglichkeiten an Peter Gulacsi. Und Thorgan Hazards Nachschuss konnte Ibrahima Konaté gerade noch stören. Zumeist verstand es aber die gut organisierte RB-Abwehr, den Borussia-Angriff weit genug vom eigenen Tor fernzuhalten.

Vorentscheidenden Charakter hatte das 2:0 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Nach der Pause ließ RB die Borussia kommen, ohne dabei Gefahr zu laufen, überrumpelt zu werden. dpa