Fußball

Tipps zum Ausgang der Dritten Liga 2018/2019: Wer steigt auf? Wer steigt ab?

Archivartikel

Tobias Törkott,Volontär dieser Zeitung, tippt den Ausgang der Dritten Liga für die Saison 2018/2019.

1. Eintracht Braunschweig

Trainer-Ikone Thorsten Lieberknecht ist weg, Ken Reichel (Union Berlin) und Mirko Boland (Adelaide) auch. Der Neuanfang unter Hendrik Pedersen mit dem Mix aus gestandenen Profis wie Stephan Fürstner oder Philipp Hofmann und Talenten gelingt.

2. 1. FC Kaiserslautern

Martin Bader (Sportvorstand) und Boris Notzon (Sportdirektor) haben den Kader total verändert. Sponsor Layenberger bringt finanzielle Sicherheit (400 000 Euro jährlich). Florian Dick ist zurück. Außerdem blieb Stürmer Lukas Palvis. Aus Heidenheim kam Verteidiger Kevin Kraus. Der FCK steigt auf.

3. Karlsruher SC

Bei der Verarbeitung des Relegationsdramas in Aue hilft die Verlängerung mit Trainer Alois Schwartz bis 2020. Eine Schwächung ist der Abgang von Marcel Mehlem. Marvin Pourié und Saliou Sané können 17-Tore-Mann Fabian Schleusener (Sandhausen) vergessen lassen. Die erneute Relegationsteilnahme ist drin.

4. KFC Uerdingen

Investor Mikail Ponomarev will es wissen: Nicht nur Kevin Großkreutz und Stefan Aigner (Colorado Rapids) sind exzellente Verstärkungen, sondern auch Dennis Daube (Union Berlin), Manuel Konrad (Dynamo Dresden) und Ex-SVW-Spieler Ali Ibrahimaj. Stephan Krämers Überfall-Fußball reicht für Furore, aber nicht für den Durchmarsch.

5. 1860 München

Nach dem Aufstieg legten die „Löwen“ mit den Königstransfers Stefan Lex und Antonio Grimaldi nach. Trainer Daniel Bierofka sorgt mit der Mischung aus den Aufstiegshelden (Sascha Mölders) und jungen Kräften für Aufsehen, der große Schritt gelingt jedoch noch nicht.

6. SV Wehen Wiesbaden

Ex-Waldhof-Spieler Rüdiger Rehm genießt als Trainer hohes Ansehen. Der Sturm um Simon Brandstetter und Manuel Schäffler ist gefürchtet, die Konkurrenz in der Liga aber zu stark.

7. SpVgg Unterhaching

Der Münchner Vorstadtclub verkraftet den Umbruch. Hilfreich sind die Top-Spieler Sascha Bigalke und Stephan Hain. Nur der Verlust von Keeper Korbinian Müller wiegt schwer.

8. VfR Aalen

Jahr eins nach der Ära Peter Vollmann. Argirios Giannikis – früher KSC-Assistent von Markus Kauczinski – übernimmt dessen Trainer-Job. Trotz vieler Abgänge hat sich der VfR mit Patrick Funk oder Stürmer Myroslav Slavov sehr gut verstärkt.

9. Hansa Rostock

Um das Ostseestadion ist der Blick wie immer getrübt – eine Saison im Niemandsland realistisch. Findet Neuzugang Marco Königs (Würzburg) seine Form aus Fortuna-Köln-Zeiten wieder, wäre das Loch im Angriff gestopft.

10. Würzburger Kickers

Durchwachsene Vorbereitung, mehrere Spieler wechselten in Liga zwei. Mit Daniel Hägele (Großaspach) kam nur ein erfahrener Mann hinzu. Leistungsträger wie Keeper Patrick Drewes und Angreifer Orhan Ademi (12 Tore) müssen vorangehen. Dennoch sind die Kickers eine Wundertüte.

11. Fortuna Köln

In der Kölner Südstadt backt man kleinere Brötchen. Die Fortuna muss den Verlust von Torjäger Daniel Keita-Ruel (15 Tore/Fürth) hinnehmen. Dafür kam Zweitliga-Routinier Moritz Hartmann. Das Auftaktprogramm wird ausschlaggebend sein.

12. VfL Osnabrück

Aufräumarbeiten nach Platz 17: Trainer Daniel Thioune muss beweisen, dass er erfolgreicher ist, wenn er eine Mannschaft von Beginn an entwickelt. Der Weggang von Torwart Marius Gersbeck (Hertha BSC) wiegt schwer, mit Nils Körber wurde erneut ein junger Hertha-Keeper geliehen.

13. Preußen Münster

Zwist im Fanlager, Suche nach einem Hauptsponsor: Preußen Münster hat bessere Zeiten erlebt. Das Team von Coach Marco Antwerpen muss möglichst schnell den Verlust von Torjäger Antonio Grimaldi (1860 München) kompensieren. Sonst kann es noch tiefer gehen.

14. Hallescher FC

Der Wechsel des Außenstürmers Martin Röser (8 Tore/Karlsruher SC) reißt ein Loch in die Hallenser Offensive. Hinzu kommen die Verluste von Mittelfeldmotor Royal-Dominique Fennell (VfR Aalen) und Kapitän Klaus Gjasula (SC Paderborn). Auch unter dem neuen Trainer Thorsten Ziegner (FSV Zwickau) wird es ein Auf und Ab geben.

15. SV Meppen

Der neue Verein des Ex-Waldhof-Kapitäns Hassan Amin ist gewarnt. 19-Tore-Mann Benjamin Girth wechselte nach Kiel. Ob Deniz Undav (Braunschweig II) oder Luka Tankulic die Lücke schließen können, ist fraglich. Flügelspieler Mirco Born (Sandhausen) könnte überraschen. Die Routine von Trainer Christian Neidhart wird entscheidend sein.

16. Carl-Zeiss Jena

Die Stammkräfte Timmy Thiele und Jan Löhmansröben gingen nach Kaiserslautern, wurden bisher nicht gleichwertig ersetzt. Eine Wiederholung von Platz elf aus dem Vorjahr ist unrealistisch. Das ruhige Umfeld erleichtert die Arbeit im Abstiegskampf für Trainer Mark Zimmermann.

17. SG Großaspach

Der Dorfclub (8000 Einwohner) aus dem Rems-Murr-Kreis geht in sein fünftes Drittliga-Jahr – vorerst das letzte. Der Verlust der Stammkräfte wie Kapitän Daniel Hägele (Würzburger Kickers), Außenspieler Joseph-Claude Gyau (MSV Duisburg) oder Stürmer Saliou Sané (Karlsruher SC) ist nicht zu kompensieren.

18. FSV Zwickau

Die Sachsen sind nach Platz 15 in der Vorsaison wieder Teil des Abstiegskampfes – dieses Mal mit bitterem Ende. Kapitän Tony Wachsmuth (31) und der ewige Ronny König reichen alleine nicht aus. Ein fitter Christian Bickel (Paderborn) würde helfen, war aber lange verletzt.

19. Energie Cottbus

Der Kern von „Pele“ Wollitz’ Mannschaft blieb nach dem Aufstieg zusammen. Aktuell droht der Abgang von 19-Tore-Stürmer Streli Mamba nach Paderborn. Die junge Truppe wird einige Zeit mithalten, die fehlende Erfahrung macht den Unterschied.

20. Sportfreunde Lotte

Nach Platz 16 und vier Trainern war der Umbruch unvermeidlich. 15 Spieler kamen, 14 gingen – dennoch ist Lotte Abstiegskandidat. Der Verlust von André Dej (Regensburg) trifft die Sportfreunde hart. Auch Ex-Wormatia-Worms-Torwart Steve Kroll reicht nicht aus.