Fußball

Fußball Braunschweig steigt direkt in die 3. Liga ab

Tränen bei Lieberknecht

Archivartikel

Braunschweig.Torsten Lieberknecht weinte hemmungslos, die Spieler gaben geschlossen ihre Trikots in der eigenen Kurve ab: Der Absturz von Eintracht Braunschweig in die Drittklassigkeit ist perfekt. Nach der 2:6 (2:4)-Klatsche bei Holstein Kiel und dem Abrutschen auf den direkten Abstiegsplatz 17 herrschte bei Spielern, Fans und Anhängern die blanke Fassungslosigkeit. Weniger als ein Jahr nach dem knapp verpassten Aufstieg in die Bundesliga muss der Meister von 1967 den schweren Gang in die 3. Fußball-Liga antreten.

Der Trainer aus dem pfälzischen Bad Dürkheim, der seit Samstag zehn Jahre bei der Eintracht im Amt ist, ließ seine Zukunft zunächst offen. „Es ist schwer, jetzt daran zu denken, wie es weitergeht. Fans und Spieler, alle sind enttäuscht. Jetzt müssen wir uns beruhigen und dann vernünftig zusammensetzen“, sagte der 44-Jährige nach einem trostlosen Auftritt zum Abschluss einer turbulenten Spielzeit, zu deren Beginn die Eintracht als Kandidat für den Aufstieg galt. Der Sportliche Leiter Marc Arnold sprach von „einer riesigen Enttäuschung“.

Nicht nur Fans und Spieler, sondern auch die Verantwortlichen trifft dieser Absturz in die Drittklassigkeit schwer. „Absolut bitter, wenn man weiß, was wir an Kraft, Einsatz und Geld investiert haben. Die Mannschaft ist heute auseinandergefallen. Einige Tore wären vermeidbar gewesen“, sagte Braunschweigs Präsident Sebastian Ebel unmittelbar nach dem fünften Abstieg nach 1987, 1993, 2003 und 2007.

FCK geht mit Würde

Würdevoll verabschiedete sich derweil der 1. FC Kaiserslautern aus der 2. Liga. Die Pfälzer gewannen mit 3:1 (2:0) beim FC Ingolstadt. Phillipp Mwene mit einem Doppelschlag (40./42.) und Stürmer Sebastian Andersson (47.) erzielten die Tore für den FCK. Der ehemalige Lauterer Marcel Gaus (49.) traf für den FCI. „Riesenkompliment an meine Mannschaft und das gesamte Umfeld“, sagte Trainer Michael Frontzeck. „Wir müssen den Kopf hochnehmen und uns für die nächste Saison gut aufstellen.“ dpa