Fußball

Fußball Schweizer nach Pfiffen der eigenen Fans geschockt

Tränen bei Seferovic

Basel.Das Pfeifkonzert der eigenen Fans gegen Haris Seferovic hallte bei den stolzen Schweizer WM-Kickern nach. Während der frühere Bundesligaprofi von Eintracht Frankfurt nach dem 0:0 gegen Nordirland den Schauplatz mit Tränen in den Augen verließ, äußerten seine geschockten Teamkollegen ihr Unverständnis und Entsetzen über die lautstarken Pfiffe, die die Freude über die vierte WM-Teilnahme in Serie trübten.

"Das ist eine Frechheit. Ich bin fassungslos", sagte der kurz vor Schluss für Seferovic eingewechselte Schalker Breel Embolo. Und Torhüter Yann Sommer von Bundesligist Borussia Mönchengladbach schimpfte: "Die Pfiffe sind komplett unverständlich. Es ist ein absolutes No-Go, dass man einen eigenen Spieler auspfeift."

Warum sich Wut der Schweizer Fans in Basel an Seferovic entlud, war vielen ein Rätsel. Zwar erwischte er nicht seinen besten Tag, doch mit insgesamt vier Toren und drei Vorlagen war der Ex-Eintracht-Profi in der WM-Ausscheidung der effektivste Eidgenosse. "Es ist nicht einfach, nach einer solch guten Qualifikation mit Pfiffen vom Platz zu gehen. Das tut mir leid. Ich wünschte mir, dass einer wie er mehr Respekt erhält", sagte Kapitän Stephan Lichtsteiner.

Seferovic selbst äußerte sich zu den Unmutsbekundungen gegen ihn nicht. Der Stürmer von Benfica Lissabon verließ kommentarlos das Stadion. (dpa)