Fußball

Fußball Drittligist droht das schlimmstmögliche Szenario

Türkgücü München vor dem Aus

Archivartikel

München.Der plötzliche Rückzug von Investor Hasan Kivran könnte für Türkgücü München gravierende Konsequenzen haben – bis hin zur Insolvenz und dem Rückzug aus der 3. Fußball-Liga während der laufenden Saison. „Um den Fortbestand des Vereins zu sichern, gilt es nun, einen oder mehrere Investoren zu finden, die Kivrans Anteile übernehmen möchten“, teilte der Aufsteiger mit. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es nicht möglich, „ohne einen Geldgeber komplett auf eigenen Beinen zu stehen“. Finden die Münchner zeitnah keine neuen Geldgeber, droht das Aus. „Wir brauchen einen Interessenten, der Liquidität in den Verein bringt, damit wir die Saison zu Ende spielen können“, sagte Geschäftsführer Max Kothny in der „Abendzeitung“. Stichtag ist der 21. Januar: Bis dahin muss Türkgücü beim DFB seine Liquidität für den Rest der Spielzeit nachweisen. Gelingt das nicht, droht die Insolvenz.

In diesem Fall würden dem Tabellenachten neun Punkte abgezogen. Die Frage ist aber, ob nicht sogar komplett die Lichter ausgehen, weil der Club nicht mehr in der Lage wäre, die Gehälter für seinen 35 Profis umfassenden Kader – darunter der Ex–Waldhöfer Mounir Bouziane – zu bezahlen. Dann würden alle bisherigen Spiele aus der Wertung genommen und die Münchner stünden als erster Absteiger fest. Rainer Koch, DFB-Vizepräsident und bayerischer Verbandschef äußerte sich besorgt. „Der plötzliche und unangekündigte Rückzug von Hasan Kivran ist für mich einmal mehr ein Beispiel dafür, was passiert, wenn sich Fußballvereine einzelnen, vorrangig Kapitalinteressen verfolgenden Investoren ausliefern“, sagte er. 

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