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Fußball Amiri-Wechsel nach Leverkusen perfekt, Hoffenheim holt Rudy von Schalke

Überraschendes Leihgeschäft

Archivartikel

Hoffenheim/Frankfurt.Wichtige Transferentscheidungen gab es gestern in der Fußball-Bundesliga für die TSG Hoffenheim und Eintracht Frankfurt. Bayer Leverkusen hat sich mit der TSG Hoffenheim auf einen Transfer von Mittelfeldspieler Nadiem Amiri geeinigt. Das 22-jährige Toptalent war vom Training bei den Kraichgauern freigestellt worden und nach Leverkusen gefahren. Am Dienstagabend wurde der Transfer offiziell besiegelt werden. Es hieß, Amiri habe sich mit Leverkusen auf einen Fünfjahresvertrag verständigt. Die Ablösesumme für das Hoffenheimer Eigengewächs, dessen Vertrag am Ende der kommenden Saison ausgelaufen wäre, soll bei rund elf Millionen Euro liegen. Medienberichte sprechen von lediglich neun Millionen Euro. „Willkommen bei Bayer 04“, ließ Leverkusen per Twitter verlauten.

Amiri hatte im Sommer mit der deutschen U-21-Auswahl bei der EM Silber geholt. Mit ihm verliert der neue TSG-Trainer Alfred Schreuder einen weiteren Leistungsträger. Zuvor hatten die Hoffenheimer bereits Stürmer Joelinton (Newcastle United/gut 40 Mio. Euro Ablöse), Nico Schulz (Borussia Dortmund/etwa 25 Mio. Euro) und Kerem Demirbay (ebenfalls Bayer Leverkusen/etwa 32 Mio. Euro) verkauft.

Nationalspieler Sebastian Rudy vom FC Schalke 04 steht hingegen vor einer Rückkehr zu seinem früheren Club Hoffenheim. Demnach haben sich die beiden Vereine bereits geeinigt, es seien nur die Details eines Leihgeschäfts zu klären. Die Schalker, die sich derzeit im Trainingslager in Österreich befinden, wollten die Personalie am Dienstag nicht kommentieren.

Der 29-Jährige spielte bereits von 2010 bis 2017 in Hoffenheim und kam 2018 nach einem Jahr beim FC Bayern zum Revierclub, wo er 21 Bundesligaspiele absolvierte und die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte. Für die Kraichgauer stand der Mittelfeldspieler in der Bundesliga in 212 Partien auf dem Feld. Sein Vertrag in Gelsenkirchen läuft noch bis zum 30. Juni 2022.

Ende im Poker um Hinteregger

Eintracht Frankfurt steht indes nach einem längeren Ablösepoker mit dem FC Augsburg vor der Verpflichtung von Verteidiger Martin Hinteregger. Der Bundesliga-Konkurrent stellte den österreichischen Fußball-Nationalspieler für den Medizincheck am Main frei. „Eintracht Frankfurt und der FC Augsburg stehen in der Personalie Martin Hinteregger kurz vor einer Einigung“, hieß es in einer Mitteilung der Eintracht. Der 26-Jährige war in der vergangenen Rückrunde von den Augsburgern ausgeliehen worden und zum 1. Juli zunächst dorthin zurückgekehrt.

„Beide Vereine sind sich über die Wechselmodalitäten weitgehend einig, es sind nur noch Details zu klären“, gab die Eintracht bekannt. Die Verhandlungen zwischen den beiden Clubs hatten sich angesichts der von Augsburg angeblich geforderten 15 Millionen Euro Ablöse und der anfänglichen Bereitschaft der Frankfurter, nicht mehr als zehn Millionen Euro zahlen zu wollen, lange hingezogen.

Eintracht-Cheftrainer Adi Hütter hatte sich sowohl für die Ausleihe als auch die feste Verpflichtung seines Landsmanns stark gemacht. Er sei ein „ehrlicher Charakter mit viel Qualität“, sagte Hütter. dpa