Fußball

Fußball SC Freiburg will gegen den noch punktlosen 1. FC Köln wieder jubeln

Ungewohnte Ausgangslage

Archivartikel

Freiburg.Im besten Fall steht der SC Freiburg mit seinem neuen Fußball-Nationalspieler Luca Waldschmidt auch am Samstagabend noch vor dem FC Bayern München. Baut die Elf von Trainer Christian Streich den optimalen Saisonstart gegen Aufsteiger 1. FC Köln aus, winkt gar die Tabellenführung. Zumindest bei einem Stolpern der Topteams aus Dortmund und Leipzig. Ein Thema für den SC?

„Wir wissen, dass es einfach sechs Punkte sind, die uns wahnsinnig gut tun im Abstiegskampf, der bei uns immer schon im August beginnt“, beschwichtigte der ehemalige Nationalstürmer Nils Petersen mit Blick auf die bisherige Ausbeute. „Wir wissen das gut einzuordnen und träumen jetzt sicherlich nicht davon, international zu spielen.“

Positive Stimmung

Der optimale Start macht sich vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen die punktlosen Kölner aber mit einer positiven Stimmung im Breisgau bemerkbar. Sechs Punkte aus den ersten zwei Partien wie jetzt im 20. Jahr in der Fußball-Bundesliga gab es noch nie, auch sechs Tore an den ersten zwei Spieltagen sind Rekord.

Ungeschlagen in die Länderspielpause zu gehen, wäre der große Wunsch von Petersen. Taktische Fehler, Nachlässigkeiten und etliche Fehlpässe beim 3:0 gegen Mainz und 3:1 in Paderborn veranlassen aber auch Streich, noch etlichen Steigerungsbedarf einzufordern. Die Siege seien zu hoch ausgefallen, gab der Coach zu. Die positiven Aspekte? Effizienz und Cleverness. „Ich wünsche mir, dass das eine neue Stärke von uns wird“, sagte Stürmer Petersen.

Der Wille der Mannschaft würde gerade taktische Fehler ausgleichen. „Momentan sind wir da rigoros, verteidigen es bis zum Ende, das gefällt mir extrem gut“, sagte der 30-Jährige. Das könne den Unterschied ausmachen, weil man den Gegner immer wieder zermürbe.

Die ersten beiden Spiele entschied der Sport-Club vor allem durch Einzelaktionen von Jonathan Schmid, Joker Lucas Höler und Petersen für sich. Grundsätzlich sei das aber weiterhin nicht die Stärke der Freiburger, räumte Petersen ein. „Wir leben von der Kompaktheit und der Arbeit gegen den Ball.“

„Nicht blenden lassen“

Auch Streich will sich von den beiden Auftaktsiegen „nicht blenden lassen“. Der 54-Jährige hatte gar ein düsteres Szenario im Kopf. Er erinnerte an die Saison 2017/18, als der Hamburger SV mit sechs Punkten gestartet war. Der HSV stieg letztlich ab. dpa