Fußball

Fußball 2:0-Sensation über Spitzenreiter Mönchengladbach

Union im Party-Modus

Archivartikel

Berlin.Auf den Spuren von Jürgen Klopp feierte der 1. FC Union die nächste große Party als Spitzenreiter-Schreck. Nach der Entzauberung von Borussia Mönchengladbach staunt die Bundesliga über den mutigen Aufsteiger, der als erster Neuling seit dem FSV Mainz 05 vor 15 Jahren unter Klopp schon den zweiten Tabellenführer in einer Saison bezwang. „Ganz Deutschland hat damit gerechnet, dass Gladbach gewinnt“, sagte Berlins Verteidiger Keven Schlotterbeck nach dem verdienten 2:0-Sieg. „Union ist eine Mannschaft, die in der Bundesliga angekommen ist“, lobte Gladbachs Manager Max Eberl. „Man geht immer davon aus, dass ein Aufsteiger nicht Fußball spielen kann. Union macht das aber herausragend.“

Zum Ende ihres perfekten Fußball-Tags zogen sich die Profis der Köpenicker für die emotionale Verabschiedung ihres Vorsängers Fabian Voss rote Shirts über und warfen den langjährigen Fan-Einheizer immer wieder in die Luft. Die Gäste versuchten da schon lange, ihre positive Stimmung in die wegweisenden Wochen zu retten. „Das zeigt, dass wir noch nicht so weit sind, wie wir teilweise geschrieben wurden“, analysierte Florian Neuhaus den mäßigen Auftritt gegen defensiv starke Berliner, für die Anthony Ujah (15.) und Sebastian Andersson (90.+1) trafen.

Gladbach vor Bewährungsprobe

Die nächsten Partien werden zeigen, wie gefestigt die Gladbacher mit ihrem neuen Trainer Marco Rose unter gesteigertem Druck schon sind. Beim Wolfsberger AC und gegen Basaksehir Istanbul steht das Weiterkommen in der Europa League auf dem Spiel, im Heim-Doppelpack gegen die Verfolger SC Freiburg und den FC Bayern geht es um die Tabellenführung. Ein Zähler beträgt nun noch der Vorsprung auf die Münchner. „Du musst es dir jedes Spiel Woche für Woche wieder neu erarbeiten“, warnte Matthias Ginter. „Du holst keinen einzigen Punkt im Vorbeifahren. Du kannst hundertmal auf die Tabelle gucken und sagen: Da musst du gewinnen. Aber du gewinnst nichts vom Reden.“ dpa