Fußball

Volleyball Frankfurter Club erstmals in der Champions League

United Volleys – auch der Name ist neu

Frankfurt.Für die United Volleys Frankfurt beginnt die neue Saison mit einer Premiere. Im vierten Jahr seines Bestehens schlägt der Volleyball-Bundesligist erstmals in der Qualifikation der Champions League auf. Dabei trifft der zweimalige CEV-Cup-Teilnehmer im Hinspiel der ersten Runde am Mittwoch (17 Uhr/MESZ) im Sportpalast von Minsk auf den weißrussischen Vertreter Schachtjor Soligorsk. Dessen Gastauftritt in der Mainmetropole steigt in der kommenden Woche am 17. Oktober (19 Uhr).

United-Trainer Stelio DeRocco (Bild) beschreibt den Gegner als „dynamisches und leistungsstarkes Team“, gegen das seine eigene Mannschaft von Anfang an „hellwach und taktisch klug“ auftreten müsse. Zuletzt hatte der Bundesliga-Dritte auf einer Testspielreise durch Polen sämtliche vier Begegnungen mit einheimischen Clubs verloren. „Wir sind noch nicht da, wo wir gerne wären“, erklärt der kanadische Coach. Doch der im Sommer neu formierte Kader habe viel Entwicklungspotenzial.

Ehrgeizige Ziele

Entsprechend ehrgeizig sind die Ziele, die Macher Jörg Krick den Volleys gesetzt hat: auf europäischer Ebene so weit wie möglich, am besten mit drei gewonnenen Vorrundenduellen in die Gruppenphase der Königsklasse zu kommen, und den jeweils dritten Platz der vergangenen drei Bundesliga-Spielzeiten zu festigen. Dort starten die Volleys am kommenden Samstag mit einer Auswärtspartie in Lüneburg.

Für die Dreifach-Belastung, die der DVV-Pokal ergänzt, wurde die Zahl der Spieler auf 14 aufgestockt. Die Hälfte davon sind Neuzugänge. Auch das Trainerteam wurde ausgetauscht: Der Vertrag mit Michael Warm wurde nach Unstimmigkeiten nicht mehr verlängert und der ehemalige Weltklassespieler DeRocco engagiert. Im Management musste die Nachfolge von Henning Wegter geregelt werden, der zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) abgewandert ist.

Steuerwald fehlt

DeRocco hat nun die Aufgabe, aus der Mischung erfahrener und junger Spieler eine Mannschaft mit Profil zu formen. Dabei muss er auf der zentralen Position des Zuspielers auf noch unbestimmte Zeit auf Stammkraft Patrick Steuerwald verzichten. Der 32-Jährige hatte sich im April im Bundesliga-Halbfinale in Berlin am Sprunggelenk verletzt und kann den linken Fuß auf hartem Boden noch immer nicht richtig belasten.

Auch der Name der Hessen hat sich zur neuen Spielzeit geändert. Das Team, das 2015 mit der Lizenz des damaligen Aufsteigers TG Rüsselsheim als United Volleys Rhein-Main durchgestartet war, verspricht sich von einer stärkeren Konzentration auf den jetzt alleinigen Spielort Frankfurt bessere Aussichten bei der Sponsorensuche. Krick, der die Hauptlast des Etats von über einer Million Euro trägt, hatte stets deutlich gemacht: Das vierte Jahr soll über die Zukunft des Projekts entscheiden. dpa