Fußball

Fußball Freiburgs Trainer Christian Streich will Akku aufladen

Verdienter Urlaub nach einer extremen Saison

Freiburg.Christian Streich hatte erstmal genug vom Fußball. „Ich gehe sofort in den Urlaub. Unser Bub hat nur zwei Wochen Pfingstferien. Also muss man schauen, dass man die zwei Wochen irgendwo anders verbringt als auf dem Kickplatz“, erklärte Streich nach dem 2:0 gegen den FC Augsburg und der Nicht-Abstiegs-Party im Breisgau.

Mit dem Sieg konnte sein Team eine Saisonverlängerung in Form zweier Relegationsspiele gegen Holstein Kiel abwenden. „Es gibt andere schöne Orte, wo man nun diese Woche hinfliegen kann – außer Kiel“, sagte Freiburgs Nils Petersen, der die Saison mit 15 Treffern auf Rang zwei der Torjägerliste in der Fußball-Bundesliga beendete.

„Die Mannschaft ist extrem gut mit dem Druck umgegangen. Es war eine extreme Saison“, sagte Streich nach dem viel umjubelten Sieg gegen Augsburg. Rückschläge wie die schwere Verletzung von Florian Niederlechner, der mit einer gebrochenen Kniescheibe fast die ganze Saison verpasste, trafen Freiburg besonders hart.

Nach dem Klassenerhalt aus eigener Kraft gab Streich den Spielern ein paar Minuten Vorsprung und ging schließlich selbst in die Kurve. Gerührt von dem großartigen Zuspruch der Anhänger klatschte der 52-Jährige mit einigen ab, herzte Stürmer Petersen und ließ sich lange mitsamt seiner Mannschaft feiern. Nicolas Höfler (49. Minute) und Tim Kleindienst (65.) hatten zuvor mit ihren Toren dafür gesorgt, dass die meisten der 24 000 Zuschauer im ausverkauften Schwarzwald-Stadion jubeln und feiern konnten.

Schuster bleibt Verein erhalten

Allerdings gab es auch ein bisschen Wehmut, denn während der spontanen Feierlichkeiten verabschiedete der Sport-Club auch sieben Spieler – darunter Kapitän Julian Schuster. „Er wird dem Verein in einer anderen Funktion erhalten bleiben“, sagte ein Sprecher des Vereins. Details dazu werde man kommunizieren.

„Ich habe wenige Spieler in meiner Karriere kennengelernt, die so eine Ausstrahlung auf die Mannschaft haben. Größere Vorbilder gibt es hier nicht“, sagte Petersen in Richtung des 33-Jährigen, der zehn Jahre in Freiburg spielte und dabei auf 219 Bundesliga-Spiele kam. dpa