Fußball

Fußball Stuttgart im DFB-Pokal erneut beim HSV gefordert

VfB: Fehler abstellen

Archivartikel

Stuttgart.Drei Niederlagen in Serie und ein 2:6 beim Hamburger SV lassen Trainer Tim Walter beim VfB Stuttgart überhaupt nicht zweifeln. „Ich glaube, dass wir auf einem sehr guten Weg sind, weil die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, sehr gut ist“, sagte der 43-Jährige vor dem erneuten Duell mit dem HSV in der zweiten Runde des DFB-Pokals am Dienstag (18.30 Uhr). „Wir wissen, was wir falsch gemacht haben – aber auch, was wir gut gemacht haben.“

In der Liga ist der VfB auf Rang drei abgerutscht, leistet sich haarsträubende Fehler in der Defensive und geht arg großzügig mit den Torchancen um. Eine Anpassung des Systems kommt für Walter dennoch nicht infrage. „So viele Fehler kannst du ja nicht noch mal machen in einem Spiel“, begründete er die Treue. „Das hat nichts mit dem System zu tun. An diesem Tag war es so, dass wir einfache Fehler gemacht haben.“

Unsicherheit scheint für den selbstbewussten Trainer also noch immer ein Fremdwort. Rückschläge wie die Niederlagen gegen Wiesbaden und Kiel – zwei Kellerkinder der 2. Liga – und die Packung beim Tabellenführer in Hamburg seien normal im Leben. „Das gehört zu Menschen dazu, die erfolgreich sein wollen. Da zähle ich mich dazu“, sagte er erneut demonstrativ gut gelaunt.

Wieder mit Badstuber

Dass er mit der Situation wird umgehen können, steht für ihn ohnehin außer Frage. „Ich habe genug Krisen erlebt in meiner Karriere. Ich bin ja nicht erst seit einem Jahr Trainer oder seit zwei, ich bin seit zwölf Jahren Trainer“, betonte er. Zumindest in der Öffentlichkeit geht der VfB den Weg seines Trainers noch unbeirrt mit. VfB-Sportdirektor Sven Mislintat wollte „das große Ganze nicht infrage stellen“.

Klar scheint daher, dass anstelle des zweimal patzenden U-21-Nationalspielers Maxime Awoudja der in der Liga gesperrte Holger Badstuber wieder in die Innenverteidigung rücken wird. Der Ex-Bayern-Profi kann aus Erfahrung viel besser umgehen mit Atmosphären und Drucksituationen wie jenen im wohl erneut voll besetzten Hamburger Stadion vor 57 000 Zuschauern.