Fußball

Fußball KSC bietet Union Berlin lange die Stirn

Viel Frust, mehr Stolz

Karlsruhe.Der Großteil der 450 Zuschauer auf der Baustelle Wildparkstadion stand auf und applaudierte anerkennend. Erhobenen Hauptes verließen die Spieler des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC nach der bitteren 0:1-Niederlage nach Verlängerung gegen den 1. FC Union Berlin in der ersten Runde des DFB-Pokals am Samstagabend den Platz. „Eine Mischung aus großer Enttäuschung und großem Stolz“, empfand Trainer Christian Eichner nach dem erbitterten Kampf gegen den Bundesligisten. Doch wer genau hinsah, erkannte: Der Stolz überwog beim 37-Jährigen und seiner Mannschaft.

So weh das ebenso späte wie sehenswerte Tor von Union-Verteidiger Nico Schlotterbeck (118. Minute) den Karlsruhern auch tat, so viel Selbstbewusstsein nahmen sie aus ihrem Auftritt mit, mit dem sie den Eisernen zwei Stunden Paroli geboten hatten. Nach anfänglicher Nervosität und einem Pfostentreffer von Berlins Marvin Friedrich (4.) hatte der KSC kaum noch nennenswerte Chancen der Gäste zugelassen. Erst als gegen Ende der regulären Spielzeit und in der Verlängerung die Kräfte schwanden, fingen sie an zu wackeln. „Natürlich macht die Mut“, sagte Eichner über die Leistung seines Teams eine Woche vor dem Liga-Start bei Hannover 96. 

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