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Fußball Trainer des französischen Tabellenersten Saint-Germain soll mit dem Star-Ensemble in der Champions League endlich den Titel gewinnen

Viel Lob und hohe Ziele für neuen Tuchel in Paris

Paris.Thomas Tuchel (Bild) ist erst eine halbe Saison beim französischen Fußballmeister Paris Saint-Germain. Doch die Herzen dort hat er bereits erobert. Sein Club mit dem teuren Star-Ensemble um Neymar und Kylian Mbappé ist in der Liga unangefochten Tabellenerster. Die größte Herausforderung indes hat der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund noch vor sich.

Schon zu Beginn seines Engagements in Paris präsentierte sich der 45-Jährige anders, als ihn viele noch zu seinen BVB-Zeiten erlebt hatten. Nach dem Gewinn des Supercups schnappte sich Tuchel das Mikrofon und stimmte den Song „Happy“ von Pharell Williams an. PSG erlebte einen neuen Tuchel – einen ausgelasseneren, weniger ernst und distanziert. Für ihn gab es aber nicht nur solche Phasen. Zwischenzeitlich drohte PSG das Vorrunden-Aus in der Königsklasse. Tuchel stand unter Druck. „Wenn wir scheiße spielen, dann spielen wir scheiße“, schimpfte er nach der Niederlage gegen Liverpool. Ein Sieg musste her. Und Tuchel lieferte: Im Rückspiel gegen Jürgen Klopps Reds gewann PSG. „Für mich ist mein Trainer der beste Trainer der Welt“, sagte PSG-Boss Nasser Al-Khelaïfi hinterher.

Auch die französische Presse lobt. „Thomas Tuchel setzt sich als bester Trainer dieses ersten Teils der Saison durch“, bilanzierte unlängst die führende französische Sportzeitung „L’Équipe“. PSG wird schon als „die möglicherweise beste französische Mannschaft der Geschichte“ gerühmt. Die Stellung des Hauptstadtclubs in der Ligue 1 sei schon keine Dominanz mehr, sondern „absolute Herrschaft“.

Die sonst nicht zu Elogen neigende Tageszeitung „Le Monde“ urteilt, dass der Tuchel-Stil funktioniert – mit „Strenge, Charakter und auch Verbundenheit mit seinen Spielern“. Wer so einsam führt in der nationalen Liga, der hat Höheres im Sinn. PSG sehnt sich nach dem Triumph in der Champions League. Der Königsklassentitel ist seit Jahren das klare Ziel von PSG und der finanzstarken Geldgeber aus Katar. Auf Tuchel und sein Team wartet im Achtelfinale Manchester United - eine Bewährungsprobe.

Egal, wie überschwänglich das Lob im weiteren Saisonverlauf ausfallen mag: Tuchel wird letzten Endes daran gemessen werden, wie er mit PSG in der Königsklasse abschneidet.