Fußball

Leistungsdichte Sechs bis acht Kandidaten für WM-Triumph

Viele Favoriten auf den Titel

Archivartikel

Düsseldorf.Neun Spielorte, 24 Mannschaften, 31 Tage, 52 Spiele – die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Frankreich wird ein Mammutturnier. Vier Jahre nach dem dritten Titelgewinn von Rekordsieger USA machen sich so viele Teams wie noch nie Hoffnungen auf die Trophäe beim achten Weltturnier vom 7. Juni bis 7. Juli. „Die Leistungsdichte ist viel größer geworden. Sechs bis acht Mannschaften haben das Potenzial, den Titel zu gewinnen“, sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (Bild).

Deutsche wollen Olympia-Ticket

Ihr eigenes Team rechnet sie auch zu den Favoriten. Die 51-Jährige weiß aber auch, welche Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten auftauchen können. „Du musst in jedem Spiel deine Leistung abrufen. Mir fallen keine Teams ein, von denen ich sage, die können einem nicht das Leben schwer machen“, betonte die Duisburgerin.

Zunächst will die DFB-Elf die Vorrunde als Gruppensieger abschließen. Die Qualifikation für Olympia 2020 in Tokio ist laut „MVT“ das nächste Etappenziel: „Dazu müssen wir zu den drei besten europäischen Teams gehören, also mindestens das Viertelfinale, vielleicht sogar das Halbfinale erreichen.“

Anders als 2015 in Kanada, wo außer bei den WM-Spielen der Gastgeberinnen rundherum wenige Stimmung herrschte, auch weil zwischen den Spielorten wie Moncton an der Ostküste und Vancouver im Westen gigantische Distanzen lagen, dürfte es in Grenoble, Le Havre, Lyon, Montpellier, Nizza, Paris, Reims, Rennes und Valenciennes euphorischer zugehen. „Wir spielen in tollen Städten und Stadien. Es wird stimmungsmäßig bestimmt richtig gut. In der Hinsicht vielleicht die beste WM, die wir je hatten“, sagte Voss-Tecklenburg.

Zum zweiten Mal nehmen 24 Mannschaften teil. Vier Nationen feiern ihre WM-Premiere: Südafrika, am 17. Juni letzter Gruppengegner der DFB-Elf, Chile, Jamaika und Schottland. Das US-Team geht als Titelverteidiger ins Rennen. Doch die Dominanz früherer Jahre dürften der Weltranglisten-Erste nicht mehr haben. Trainerin Jill Ellis ist klar, dass ihr Team von allen extrem gejagt wird. dpa (Bild: dpa)

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