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Fußball SC Freiburg trotzt Bayer Leverkusen ein 0:0 ab

Völlers Treueschwur

Archivartikel

Freiburg.Rudi Völler stärkte seinem Trainer Heiko Herrlich trotz der schwachen Bilanz demonstrativ den Rücken. Alle Diskussionen um den 46 Jahre alten Coach wehrte der Sport-Geschäftsführer von Bayer Leverkusen nach dem mauen 0:0 beim SC Freiburg ab. Der Druck auf Herrlich hat nach einer enttäuschenden Vorstellung aber zugenommen. „Natürlich gibt es bei uns überhaupt keine Diskussion. Mit anderen Trainern. Das ist ja völliger Schwachsinn“, sagte Völler. „Heiko macht das gut, bleibt ruhig und holt alles aus der Mannschaft raus.“

Sieben Punkte aus sieben Spielen, Tabellenplatz 14 in der Bundesliga – dass die Fakten den Ansprüchen der Leverkusener nicht genügen, ist aber auch Herrlich bewusst. Leverkusen macht aus den Ambitionen, sich für die Champions League zu qualifizieren, keinen Hehl.

Im Breisgau konnte sich die Werkself aus der sportlichen Krise nicht befreien, die Unruhe dürfte anwachsen. In der Schlussphase hatte Bayer sogar Glück, nicht mit einer Niederlage abreisen zu müssen, als der SC im Angriff zulegte und der eingewechselte Freiburger Luca Waldschmidt den Pfosten traf (90.). „Das Unentschieden ist, glaube ich, korrekt“, urteilte Freiburgs Trainer Christian Streich. Genervt reagierte Streich auf die Verletzungsmisere. Der Stürmernotstand vergrößerte sich, weil Florian Niederlechner mit einer Sprunggelenksverletzung in der 38. Minute ausgewechselt werden musste. Auf Nationalstürmer Nils Petersen hatte Streich wegen einer Schultereckgelenkprellung gar nicht zurückgreifen können. dpa