Fußball

Fußball Liverpooler Spektakel beim 4:3 gegen Leeds

Vollgas von Anfang an

Liverpool.Liverpool-Trainer Jürgen Klopp war nach dem mitreißenden Sieben-Tore-Kracher gegen Leeds United trotz einiger Schwächen seines Teams fast euphorisch. „Was für ein Spiel, was für ein Gegner“, schwärmte er nach dem 4:3 (3:2)-Sieg. „Ein echtes Spektakel, ich habe es geliebt!“ Dass der englische Meister im eigenen Stadion gegen den starken Aufsteiger drei Gegentore kassiert hatte, überraschte Klopp nicht. „Die Leute hätten das zumindest erahnen können“, sagte Liverpools Meistermacher am BBC-Mikrofon und schmunzelte: „Leeds kann uns Probleme bereiten, Leeds kann jedem Probleme bereiten.“

Britische Medien kritisierten indes die Defensivarbeit der Klopp-Elf. „Manchmal hat sich Liverpool und seine sagenumwobene Verteidigung selbst kaum wiedererkannt“, resümierte der „Telegraph“. Die Zeitung „Guardian“ stellte eine „ungewöhnliche Trägheit in der Verteidigung“ fest. Viel Lob gab es hingegen für Marcelo Bielsas Mannschaft und Leeds’ stürmisches Liga-Comeback nach 16 Jahren. Die Premier League „darf sich auf etwas gefasst machen“, meinte der „Guardian“. Leeds habe „den Spaß mitgebracht“, lobte „The Independent“.

Dreimal gingen die Reds in Anfield in Führung – durch Salah (4./Handelfmeter, 33.) und Virgil van Dijk (20.). Dreimal gelang dem Rückkehrer Leeds der Ausgleich – durch Jack Harrison (12.), Patrick Bamford (30.) und den ehemaligen Kaiserslautern-Profi Mateusz Klich (66.). Schließlich setzte erneut Liverpools Salah per Strafstoß (88.) den Schlusspunkt im unterhaltsamen Match, in dem außerdem vier Treffer nicht gezählt hatten.

Koch mit gemischten Gefühlen

Klopps Trainerkollege Bielsa haderte mit dem Foul von Leeds-Neuzugang Rodrigo vor dem entscheidenden Strafstoß. „Auf dieser Ebene sind Fehler gleich Gegentore“, sagte der kauzige Argentinier, der sich über den starken Auftritt seines Teams nicht freuen konnte. „Unser Einsatz war sehr gut, aber es reichte nicht, um ein gleichwertiger Gegner in der Partie zu sein“, sagte Bielsa. Das Ergebnis sei gerecht.

Den ersten Strafstoß für Liverpool hatte Robin Koch verschuldet. Der deutsche Nationalspieler war vom SC Freiburg nach Leeds gewechselt und hatte nach seinem ersten Premier-League-Spiel gemischte Gefühle. „Ein mitreißendes Debüt“, schrieb Koch bei Twitter, „ein Spiel mit Höhen und Tiefen, und leider konnten wir keine Punkte nach Hause bringen.“ 

Zum Thema