Fußball

Fußball Mainz gegen ebenfalls punktlose Berliner

Von Hysterie weit entfernt

Mainz.Sandro Schwarz packt seine punktlosen Kicker beim FSV Mainz 05 an der Ehre. „Wir sind Leistungssportler. Wir haben immer Druck. Deshalb ist Druck ein Privileg für uns“, sagte der 40-jährige Coach des Fußball-Bundesligisten am Donnerstag. Zum zweiten Heimspiel der Saison des Tabellenletzten am Samstag (15.30 Uhr) kommt die noch ebenfalls sieglose Hertha aus Berlin. „Wir erwarten ein Kampfspiel, wir haben beide die gleichen Probleme“, sagte Schwarz.

Sportvorstand Rouven Schröder wehrt sich vehement gegen das übliche Krisengerede. „Es gibt wirklich keinen Grund, als Mainz 05 hysterisch zu sein. Wir haben die Antennen ausgefahren. Es muss sich niemand sorgen, dass wir mit einer Das-wird-schon-Mentalität die Sache angehen“, erklärte Schröder in einem Interview mit der „Allgemeine Zeitung“ (Donnerstag). „Wir lassen uns nicht von Stimmungen treiben, lassen uns nicht blenden.“

Szalais Einsatz fraglich

Nach dem DFB-Pokal-Aus in Kaiserslautern, den drei erfolglosen Liga-Spielen und der Länderspielpause wollten die Mainzer mit der „vollen Kapelle“ in die Aufholjagd gehen. Daraus wird möglicherweise nichts. Schlimm genug, dass in Jean-Philippe Mateta, Dong-Won Ji und Stefan Bell wichtige Akteure verletzungsbedingt fehlen. Jetzt droht für Samstag noch der Ausfall von Neuzugang Adam Szalai, der beim 1:2 der Ungarn gegen Slowenien einen Schlag auf den Oberschenkel bekam und kürzer treten muss.

Der 31-jährige Rückkehrer sollte bei seinem Startelf-Debüt eine besondere Rolle im Team spielen. „Er ist ein wichtiger Baustein auf und neben dem Platz“, meinte Schwarz. Nach dem 1:6 bei Bayern München hatte der Stürmer die Schwächen im Team deutlich angesprochen. dpa