Fußball

Fußball-Kreisliga Wallstadt zum Derby nach Friedrichsfeld

Wagner sieht hohe Hürde

Mannheim.Die Enttäuschung ist Michael Wagner nach der jüngsten Niederlage noch immer deutlich anzumerken. Mit 1:3 unterlag der Coach mit seiner SpVgg Wallstadt daheim gegen den SV Enosis. Zwar bleibt die Wagner-Elf damit auf dem zweiten Tabellenplatz, Ligaprimus Rheinau ist nun aber schon sechs Zähler enteilt. „Das tat auf jeden Fall weh“, gesteht Wagner und hadert vor allem mit der erneut mangelnden Chancenauswertung: „Enosis war auf jeden Fall ein guter Gegner, das Spiel hätte aber auch anders laufen können. Wir haben zu viele Möglichkeiten liegen lassen, verschießen einen Elfmeter und waren im Defensivbereich zu fahrlässig“.

Die Defensive ist eine der Baustellen bei Wallstadt. In den letzten Jahren zeichnete sich die Wagner-Elf durch eine souveräne Abwehrreihe aus, das ist nun anders. Wallstadt kassiert zu viele Gegentore. „Mir gefällt teilweise die Art und Weise nicht, wie wir spielen. Wir schaffen es selten, über die komplette Spielzeit unsere Dominanz aufrecht zu erhalten. In der Defensive stimmen teilweise die Abstände nicht, das braucht aber eben noch Zeit“, berichtet Wagner.

Bei all den negativen Eindrücken aus dem letzten Spiel, will der Coach die bisherige Saisonleistung seiner Elf aber auch nicht schmälern. Wallstadt musste vor der Saison viele Neuzugänge integrieren, damals zeigte sich der Coach noch skeptisch: „Wir haben uns mittlerweile gut entwickelt und haben einen tollen Teamgeist. Unsere Leistungen in der kompletten Saison sind zufriedenstellend. Klar, hier und da war mehr drin, wir dürfen uns über die Punkteausbeute aber nicht beschweren“.

Großer Respekt

Am Sonntag geht die Wagner-Elf beim FC Germania Friedrichsfeld auf Punktejagd. Die Germania gewann zwar ihr letztes Spiel gegen Reilingen (3:0), bleibt aber insgesamt hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die Mannschaft von Trainer Matthias Dehoust rangiert aktuell nur auf Tabellenplatz sieben und lässt vor allem die Konstanz vermissen. „Ich habe die Friedrichsfelder gegen Ladenburg gesehen, das waren zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten der Germania“, erklärt Wagner und verweist auf die Brisanz der kommenden Partie: „Ein Spiel gegen Friedrichsfeld hat für uns immer ein wenig Derbycharakter. Wir sind sehr motiviert, wissen aber auch, dass es eine brutal schwere Partie sein wird“. bah