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Fußball SVWW gibt zwei Mal Führung aus der Hand und verliert 2:4 / Zudem fällt Routinier Stefan Aigner länger aus

Wehen ärgert sich über Patzer gegen München II

Archivartikel

Wehen.In der 3. Fußball-Liga zeichnet sich nach dem ersten Fünftel der Saison bereits wieder ein enger Kampf um den Aufstieg ab. Der bisherige Spitzenreiter TSV 1860 München patzte am achten Spieltag beim 0:2 gegen den MSV Duisburg, der bislang starke Aufsteiger 1. FC Saarbrücken verlor mit 0:1 beim KFC Uerdingen.

Auch der FC Ingolstadt, der im bayerischen Duell bei Türkgücü München nicht über ein 1:1 (1:1) hinauskam, und der SV Wehen Wiesbaden (2:4 gegen den FC Bayern München II) verpassten am Sonntag den Sprung auf den ersten Platz. Dicht gedrängt präsentiert sich die Tabelle. Den Spitzenreiter FC Hansa Rostock mit 14 Punkten und den SV Waldhof Mannheim auf dem 13. Platz trennen nur vier Zähler.

Der SVWW kassierte trotz zweimaliger Führung eine bittere Heimpleite und fiel in der Tabelle mit zwölf Punkten auf Rang acht zurück. „Wir müssen uns vorwerfen, dass wir nicht das gezeigt haben, was wir können“, kritisierte Trainer Rüdiger Rehm. Gianluca Korte (9. Minute) und Jakov Medic (39.) trafen vor leeren Rängen für die Gastgeber. Die Tore für die Bayern-Talente erzielten Timo Kern (33., 49./Foulelfmeter), Leon Dajaku (43.) und Remy Vita (82.). „Wir haben in der ersten Halbzeit zwei Führungen aus der Hand gegeben und bekommen zwei Kopfballtore gegen uns, was uns normalerweise nicht passieren darf. Daran erkennt man, dass wir nicht zu 100 Prozent auf dem Platz waren“, sagte Rehm.

Innenverteidiger Sascha Mockenhaupt zeigte sich ebenfalls selbstkritisch: „Wir haben absolut dämlich verloren und blöd angestellt. Gegen eine zweite Mannschaft musst du ganz anders auftreten, viel mehr den Körper einbringen und über Zweikämpfe kommen.“ Der 29-Jährige erklärte weiter: „Dass der Gegner Qualität hat, individuell gut ist und den Ball laufen lässt ist auch klar. Da müssen wir einfach viel mehr den Spielfluss unterbrechen, aber das haben wir nicht geschafft. Daher haben wir verdient verloren.“

Wiesbaden musste neben Johannes Wurtz (Sprunggelenkverletzung) auch auf Routinier Stefan Aigner verzichten. Der 33 Jahre alte Mittelfeldspieler unterzog sich wegen einer chronischen Nervenreizung der Bauchdecke einer Operation und steht den Hessen für einige Wochen nicht zur Verfügung. Bei dem Eingriff sei eine Nervendurchtrennung mit Stabilisierung der Bauchdecke erfolgt, teilte der Verein am Sonntag mit.

Derweil hatten die Münchner Löwen große Mühe, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Gegen Duisburg gerieten die Münchner durch ein Tor von Tobias Fleckstein in Rückstand (63.), in der Nachspielzeit setzte Lukas Scepanik den Schlusspunkt. „Dass man nicht jedes Spiel gewinnen kann, das wissen wir. Nichtsdestotrotz wollen wir zu Hause so wenig wie möglich abgegeben“, sagte 60-Kapitän Sascha Mölders nach der zweiten Heimniederlage in Folge. Damit zog Rostock vor der Partie beim 1. FC Kaiserslautern am Montag an den Münchnern vorbei.

Nur in Dresden Fans erlaubt

Der 1. FC Saarbrücken verpasste nach der zweiten Niederlage nacheinander den Sprung auf den ersten Platz. „Beim ersten Mal kann so etwas passieren, beim zweiten Mal ist es fahrlässig. Ich hoffe nicht, dass ich beim dritten Mal sagen muss: Es ist Dummheit“, sagte FCS-Coach Lukas Kwasniok verärgert. „Wir ackern und machen und am Ende schenken wir Punkte her. Das ist nicht mehr die Regionalliga.“

Zudem setzte sich Dynamo Dresden beim einzigen Drittliga-Spiel, das vor Zuschauern (999) stattfand, 3:0 (1:0) gegen den SV Meppen durch. Der VfB Lübeck fuhr beim 2:0 (2:0) bei Viktoria Köln den ersten Saisonsieg ein. dpa/red

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