Fußball

Fußball DFL präsentiert fast nur Rekordmarken

Zweitligisten verlieren immer mehr den Anschluss

Frankfurt.Das Raumschiff Fußball-Bundesliga hebt immer weiter ab und verbessert von Jahr zu Jahr seine eigenen Rekordmarken. Mehr Umsatz, mehr Eigenkapital und mehr Jobs: Es gibt in dem florierenden Geschäft der höchsten deutschen Spielklasse quasi keine Kennziffer, die sich in der abgelaufenen Spielzeit 2017/2018 nicht deutlich verbessert hätte. Bis man im „Wirtschaftsreport 2019“ der Deutschen Fußball Liga (DFL) eine Statistik ohne „Rekord“ oder „historische Bestmarke“ findet, muss man auf Seite 16 blättern. Gesunken ist nämlich der Umsatz der 18 Zweitligisten.

Die DFL verweist zwar bei der 2. Liga auf das „positive Ergebnis“ (26,7 Millionen Euro Gewinn) und die „veränderte Zusammensetzung der Spielklasse“ (Ingolstadt und Darmstadt runter, Stuttgart und Hannover hoch). Der leichte Rückgang des Umsatzes der Zweitligisten um etwa vier Prozent aber ist ein Indiz für die immer größere Schere zwischen Bundesliga-Millionengeschäft und Zweitliga-Kampf um den Anschluss.

Die Schere geht auseinander

„Der deutsche Profifußball hat sich unverändert positiv entwickelt. Dazu tragen wesentlich die Erlöse aus den aktuellen Medienverträgen bei, die sich erstmals in den Bilanzen niederschlagen“, sagte DFL-Boss Christian Seifert. Er gestand indes ein, dass sich die beiden höchsten Ligen in der letzten Saison „unterschiedlich entwickelt haben“.

Das beste Beispiel dafür ist der 1. FC Nürnberg: Die Franken müssen nach vier Zweitliga-Jahren und den damit verbundenen Einbußen nun massiv fürchten, sofort nach dem Aufstieg wieder abzusteigen. In der jüngeren Vergangenheit konnten sich auch der FC Ingolstadt, Darmstadt 98, Eintracht Braunschweig, der SC Paderborn und Greuther Fürth nicht lange halten, sie waren innerhalb von zwei Jahren wieder weg.

An der Spitze des Raumschiffs mit dem am Mittwoch verkündeten Bestwert von 3,81 Milliarden Euro Umsatz in der vergangenen Spielzeit stehen Meister FC Bayern München (657 Millionen Euro) und Tabellenführer Borussia Dortmund (536 Millionen Euro), die signifikant zulegen konnten und den Bundesliga-Anstieg fast alleine zu verantworten haben. Die komplette 2. Liga (608 Millionen Euro) kann demnach beim Umsatz nicht mit den Bayern mithalten, auch der BVB setzt allein schon fast soviel um wie das gesamte Unterhaus. dpa