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Beratungsangebote für Menschen mit Sehverlust

Archivartikel

Badischer Blinden- und Sehbehindertenverein (BBSV): Vorsitzender Karlheinz Schneider im Gespräch

• Seit wann gibt es den BBSV und was sind seine Tätigkeitsschwerpunkte?

Karlheinz Schneider: Der BBSV ist die älteste Selbsthilfeorganisation in Baden-Württemberg, gegründet im Jahr 1900. Sein Vereinsgebiet umfasst Nordbaden. Kernarbeit ist die Beratung von Betroffenen und Angehörigen, der Kontaktaufbau und persönliche Austausch zwischen den Beeinträchtigten und die Unterstützung von Neubetroffenen. Wir bieten Freizeitangebote wie regelmäßige Stammtische, mit denen niederschwellige Möglichkeiten zur Begegnung geschaffen werden. Dieser zwischenmenschliche Austausch ist sehr wichtig. Ein weiterer Bereich ist die Beratung bei Hilfsmitteln, rechtlichen Problemen, Beantragung des Schwerbehindertenausweises, Blindengeld und so weiter. Daneben gehört auch die Öffentlichkeitsarbeit zu unserem täglich Brot. Wir möchten die Menschen sensibilisieren, informieren und uns als Anlaufstelle präsentieren. Außerdem engagieren wir uns auch politisch und übernehmen die Interessenvertretung für Blinde und Sehbehinderte. Wir geben beispielsweise Stellungnahmen zu Gesetzesänderungen.

• Wie funktioniert die Beratung?

Schneider: Die Hauptarbeit im BBSV wird durch ehrenamtliche Beraterinnen und Berater durchgeführt, die meist selbst betroffen sind. Um den hohen Qualitätsstandard unserer Angebote zu sichern, werden haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter im Rahmen unseres Beratungsprojektes „Blickpunkt Auge“ regelmäßig geschult. Blickpunkt Auge bietet nicht nur in Mannheim sondern auch im Neckar-Odenwald-Kreis und Karlsruhe Beratungen an. Dieses Angebot werden wir künftig auch auf Pforzheim und Bretten ausweiten. Ziel ist es, dass wir möglichst flächendeckend, auch im ländlichen Raum präsent sind

• Sie bieten am 15. Oktober eine regionale Veranstaltung für blinde und sehbehinderte Menschen sowie deren Angehörigen im Rahmen der bundesweiten Woche des Sehens an. Was erwartet die Besucher?

Schneider: Die Woche des Sehens findet in diesem Jahr bereits zum 18. Mal statt. Zusammen mit der Universitätsaugenklinik Heidelberg bieten wir dort Beratungsmöglichkeiten, Informationen zu Hilfsmitteln und unterschiedlichste Fachvorträge über Augenerkrankungen und Therapiemöglichkeiten. Die Vorträge beginnen um 13 Uhr mit dem Thema altersbedingte Makuladegeneration, die sich immer weiter verbreitet. Weiter geht es um 14 Uhr mit dem Thema Grauer Star. Es folgt um 15 Uhr ein Vortrag zum Thema Schwerbehindertenausweis. Den Abschluss bildet um 16 Uhr ein Vortrag zur OrCam, einem mobilen Vorlesegerät, das blinden und sehbehinderten Menschen eine Erleichterung im Alltag sein kann. Sie können zwischen 12.30 und 18 Uhr vorbeikommen, sich mit anderen Betroffenen sowie Referenten und Hilfsmittelausstellern austauschen. Das Ganze ist natürlich kostenfrei. Weitere Informationen zu unserer Veranstaltung finden Sie unter www.bbsvvmk.de. Zusätzlich finden Sie auf www.woche–des-sehens.de einen Überblick zu allen Veranstaltungen in Deutschland. pr