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Moderne Leisten- und Bauchwandbruch-Chirurgie

Archivartikel

Chirurgische Gemeinschaftspraxis Dr. v. Landenberg und Dr. Bornemann: : Optimale medizinische Versorgung nach dem neuesten Stand

• Fachärztliche Kompetenz und langjährige Erfahrung in Kombination mit moderner Medizintechnik zeichnen die Chirurgische Gemeinschaftspraxis aus, die Sie gemeinsam mit zwei weiteren Ärzten führen. Auf was sind Sie spezialisiert?

Dr. med. Thomas Bornemann: Gemeinsam mit Dr. med. Berngar Frhr. von Landenberg und Dr. med. Julia Eckermann führe ich seit 2009 die Chirurgische Gemeinschaftspraxis mit Standorten in Neckarau und im Lindenhof. Zu unserem Leistungsspektrum gehören ergänzend zur Hernienchirurgie unter anderem Venenchirurgie, inklusive aller gängigen Operationsverfahren. Enddarmchirurgie, Handchirurgie, Oberflächenchirurgie, endoskopische Gallenblasen- und Blinddarmentferung, Magen- Darm- sowie Enddarmspiegelungen, Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen. Auch kosmetisch-ästhetische Chirurgie wie die Entfernung von Besenreiser oder Narbenkorrekturen führen wir durch. Unser Spezialgebiet und Alleinstellungsmerkmal in der Region ist die ambulante, minimal-invasive Chirurgie, auch Schlüssellochchirurgie genannt, mit Schwerpunkt auf Leisten- und Bauchwandbrüche. Ebenso neueste Operationstechniken in der minimal-invasiven Venenchirurgie.

• Was versteht man denn unter einem Bruch und welche Faktoren können diese begünstigen?

Bornemann: Bei einem Bruch, auch Hernie genannt, kommt es zu einer Verlagerung der Eingeweide. So kann sich beispielsweise der Darm aus der Bauchhöhle nach außen vor die Bauchwand schieben. Häufig spüren die Patienten einen ziehenden, teils stechenden Schmerz. Risikofaktoren können eine starke Gewichtszunahme, ein erhöhter Innendruck des Bauchraums infolge chronischer Verstopfung, aber auch Schwangerschaften, Prostatavergrößerungen und Bindegewebsschwäche sein.

• Welche Typen des Bauchwandbruchs gibt es und warum sind diese so gefährlich?

Bornemann: Durch die Ausstülpung des Bauchfells kommt es zu einem Bruchsack und einer Bruchpforte. Je nach Form und Stelle des Bauchwandbruchs wird zwischen Nabel-, Nabelrand-, Oberbauch-, Leisten-, Schenkel oder Narbenbruch unterschieden. Werden diese nicht behandelt, besteht die Gefahr einer Einklemmung, die zum Darmverschluss oder zum Absterben des eingeklemmten Inhalts mitsamt lebensgefährlicher Bauchfellentzündung führen kann.

• Sie bieten als einzige Praxis in Mannheim eine ambulante endoskopische Leistenbruchoperationstechnik an. Was genau ist das?

Bornemann: Im Leistenbereich kann ein Bruch oberhalb des Leistenbands (Leistenbruch) oder unterhalb des Leistenbandes (Schenkelbruch) entstehen. Diese Bruchformen können kombiniert und auch beidseitig auftreten. Ein einmal aufgetretener Bruch bildet sich nie spontan zurück, er wird sich nur im Laufe der Zeit vergrößern. Daher führen wir Leisten- und Schenkelhernien-Operationen durch – in den meisten Fällen endoskopisch. Das heißt, wir setzen lediglich drei kleine Schnitte in die Bauchdecke, über die die Op-Instrumente eingeführt werden. Deshalb spricht man auch von einem minimal-invasiven Eingriff. Wir setzen dabei schonende Allgemeinnarkose, so dass der Patient wenige Stunden nach der Op wieder nach Hause gehen kann. Ziel des Eingriffs ist es, den Bruchinhalt in die Bauchhöhle zurück zu verlagern und die Bruchpforte durch ein eingebrachtes Netz aus Kunststoff dauerhaft zu verschließen. Die minimal-invasive Schlüssellochtechnik (TEP) führt zur schnellsten Belastbarkeit und zu deutlich weniger Beschwerden nach der Operation.

• Wie stehen die Erfolgsaussichten nach einer Bauchwand- oder Leistenbruch-Operation?

Bornemann: Äußerst günstig. Das Risiko für das Auftreten eines erneuten Bruchs liegt bei einer Bauchwandbruchoperation mit modernen Op-Verfahren unter fünf Prozent. Bei einer Leisten-/Schenkeloperation sogar weit unter drei Prozent. Werden die Anweisungen nach der OP gewissenhaft umgesetzt, verläuft der Heilungsprozess in der Regel sehr schnell. pr/imp