Gesundheit

Durchfall Im Sommer haben Bakterien leichtes Spiel

Tee und Apfel helfen

Archivartikel

Hannover.Bei Durchfall können geriebener Apfel oder Karottensuppe möglicherweise helfen. Das seien klassische Hausmittel für die Selbstbehandlung, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen. Demnach binde das Apfelpektin überschüssiges Wasser, was sich festigend auf den Stuhl auswirkt. Bestimmte Säuren in den Karotten würden wiederum die Bakterien binden, sodass diese sich nicht mehr so zahlreich an den Darmzellen anheften.

Auch Schwarztee und Tees mit Odermennigkraut oder Brombeerblättern könnten Beschwerden lindern – gleichzeitig wirken sie dem Flüssigkeitsverlust entgegen. Elektrolytlösungen versorgen den Körper zusätzlich mit Mineralstoffen.

Warnsignale für Austrocknung

Trockene Lippen, Schluckbeschwerden oder Konzentrationsprobleme sind den Experten zufolge mögliche Warnsignale für eine Dehydration – also eine Austrocknung des Körpers. Im schlimmsten Fall drohten dann Kreislaufprobleme bis hin zum Kreislaufversagen, betont die Apothekerkammer.

Gerade Säuglinge, Kinder und Senioren können bei Durchfall schnell dehydrieren. Hier ist ein Arztbesuch ratsam. Generell gilt: Kommt zum Durchfall noch Fieber dazu, dauert er länger als drei Tage an und hat man schmerzhafte Krämpfe und Blutungen, klärt man das lieber ab.

Bei warmen Temperaturen haben Bakterien wie Salmonellen oder Campylobacter leichtes Spiel. Sie vermehren sich schneller und leben länger – umso wichtiger ist Hygiene: Fleisch gut durchgaren, Hände nach der Zubereitung gründlich waschen und Kühlketten einhalten. tmn