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Versiegelungen früh kontrollieren lassen

Archivartikel

Nach dem Durchbruch der bleibenden Backenzähne bei Kindern kann der Zahnarzt sie versiegeln. Dabei werden Rillen und Vertiefungen verschlossen, so dass Bakterien nicht mehr so gut eindringen können. Dies vermindere die Kariesanfälligkeit, erläutert Karl-Georg Pochhammer, Zahnarzt aus dem Vorstand der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV). Allerdings kann es passieren, dass eine Versiegelung abplatzt. „Wenn dies geschieht, dann meist in den ersten vier bis sechs Monaten nach der Behandlung“, sagt Pochhammer. „Deshalb sollte die erste Nachuntersuchung rechtzeitig erfolgen.“

Die ersten großen Backenzähne brechen der KZBV zufolge meist im Alter von sechs Jahren durch, die zweiten im Alter von zwölf Jahren. Die Backenzähne sind am häufigsten von Karies betroffen und profitieren demnach am meisten von einer Versiegelung, erläutert Pochhammer.

Bei Kindern im Alter von sechs bis 17 Jahren werden Versiegelungen an bleibenden Backenzähnen im Rahmen der sogenannten Individualprophylaxe von der Kasse bezahlt. Muss eine Versiegelung nach diesem Zeitraum erneuert werden, trägt der Patient die Kosten dafür in der Regel selbst. dpa-tmn