Grün-Weiss Mannheim

Tennis Grün-Weiss-Profi Peter Gojowcyzk spielt heute gegen Düsseldorf an Position eins

„Geniale Schläge“ gefragt

Mannheim.Peter Gojowczyk gilt als eher ruhiger Typ. Grün-Weiss Teamchef Gerald Marzenell bezeichnet ihn als jemanden, der eher durch Leistung überzeugt, denn durch laute Worte. Gojowczyk passe dadurch sehr gut in das Mannschaftsgefüge des Tennis-Bundesligisten. Doch das Davis-Cup-Ass kann auch anders. „Auf dem Platz ist er sehr aggressiv“, erklärt Marzenell und gerät ins Schwärmen: „Peter spielt offensiv und geht immer wieder an die Linie.“ Besonders die Art, dem Gegner sein Spiel aufzuzwingen, hat beim Teamchef Eindruck hinterlassen: „Er wartet nicht darauf, was der Gegner macht, sondern will das Match diktieren.“

Positiver Druck

Und das soll die aktuelle Nummer 39 der Weltrangliste auch im heutigen Tennis-Bundesliga-Duell gegen den Rochusclub Düsseldorf ab 13 Uhr am Feudenheimer Neckarplatt. „Er wird an Nummer eins spielen. Maximilian Marterer an Position zwei“, gibt Marzenell einen Ausblick auf die taktische Ausrichtung.

„An eins zu spielen bedeutet natürlich auch etwas Druck – aber positiven“, freut sich Gojowczyk auf die Spiele mit der Mannschaft. Seine Einschätzung vor dem heutigen Duell gegen den Tabellenführer ist dennoch leicht zurückhaltend: „Düsseldorf hat mit dem 6:0-Sieg gegen BW Halle ein Statement als Mitfavorit gesetzt.“

Marzenell weiß worauf es ankommt, um den Rochusclub zu bezwingen: „Wenn Peter es schafft, dem Gegner sein Spiel aufzuzwingen, haben wir sehr gute Chancen.“ Gewinnbringend sollen auch die drei Parade-Schläge von Gojowczyk sein. „Vorhand und Return sind einfach genial“, lobt Marzenell den Mann, der in diesem Jahr bereits bei den ATP-Turnieren in Genf und Delray Beach im Finale stand. Auch der Aufschlag sei „sehr gut“.

Der Durchbruch gelang dem gebürtigen Münchner, der am Sonntag (11 Uhr) im zweiten Heimspiel gegen den amtierenden Meister BW Halle seinen 29. Geburtstag feiern wird, jedoch erst im vergangenen Jahr. Im September 2017 holte er sich seinen ersten ATP-Turnier-Sieg in Metz gegen den Franzosen Benoît Paire. Dadurch katapultierte sich Gojowczyk zunächst auf Rang 66 der Weltrangliste. Dass er mittlerweile zu den Top-40-Spielern weltweit zählt, kann als Beweis für Willen und Ehrgeiz genommen werden. „Er ist mehr als zehn Jahre auf der Tour dabei und hat an Abgeklärtheit gewonnen“, spricht Marzenell auch die Erfahrung Gojowczyks an. Peter sei auf dem Höhepunkt seiner Karriere.

Der Tennisprofi selbst sieht die Turnierauswahl und seine Fitness („Ich reise mit meinem Physiotherapeuten“) als Beleg für den Aufschwung. Dazu komme die Spielumstellung: „Ich suche mehr den Weg nach vorne.“