Grün-Weiss Mannheim

Tennis Teamchef Gerald Marzenell hat Respekt vor Bundesliga-Tabellenführer Rochusclub Düsseldorf

Grün-Weiss mit der „fast stärksten Aufstellung“

Mannheim.Der 5:1-Auftaktsieg bei Blau-Weiß Neuss vom vergangenen Sonntag hat bei Gerald Marzenell für etwas Ruhe gesorgt. „Nach drei Spielen wollten wir vier Punkte – die Hälfte haben wir“, wirkt der Teamchef des Tennis-Bundesligisten Grün-Weiss Mannheim zuversichtlich. In der Marzenell zufolge „stärksten Liga der Welt“ gibt es für ihn drei bis vier Top-Mannschaften – inklusive Grün-Weiss. Bereits am Wochenende müssen die Mannheimer gegen zwei Teams aus der Bundesliga-Elite zu einer Standortbestimmung antreten. Morgen gastiert ab 13 Uhr der Rochusclub Düsseldorf am Feudenheimer Neckarplatt. Zwei Tage später will sich das Marzenell-Team erneut zu Hause gegen den amtierenden Meister BW Halle ab 11 Uhr beweisen.

Besonders Düsseldorf, das nach dem deutlichen 6:0-Erfolg gegen Halle zum Auftakt mit ordentlich Selbstbewusstsein nach Mannheim reisen wird, ist für Marzenell eine Wundertüte: „In der Vergangenheit fehlte Düsseldorf ein wenig die Konstanz, aber wenn sie im Rausch sind, kann alles passieren“, kennt der 54-jährige Teamchef das Potenzial, das bei den Düsseldorfern um den Russen Evgeny Donskoy (Weltranglistenplatz 83) schlummert. „Es ist im Prinzip egal, wer bei denen spielen wird“, will sich Marzenell noch nicht zu viele Gedanken über mögliche Aufstellungskonstellationen machen. Im Aufgebot könnte laut Setzliste auch einer der beiden Zverev-Brüder Alexander und Mischa sein. „Bei Mischa wäre das eventuell möglich, Alexander ist aber so gut wie ausgeschlossen“, dämpft Marzenell die Erwartungen.

Fakt sei, Düsseldorf werde alles daran setzen, um Tabellenführer zu bleiben. „Wir fürchten Düsseldorf nicht, aber der nötige Respekt ist auf jeden Fall da“, warnt Marzenell.

Gojowczyk und Delbonis dabei

Umso erfreulicher, dass er auf die „fast stärkste Grün-Weiß-Aufstellung“ zurückgreifen kann. „Mindestens drei aus den Top 100 und zwei aus den Top 50 werden am Freitag spielen“, betont er. Neben Doppel-Olympiasieger Marc Lopez werden auch der Sandplatz-Spezialist Federico Delbonis (Weltranglistenplatz 88) und erneut Maximilian Marterer (Weltranglistenplatz 48) für Grün-Weiß aufschlagen.

„Maximilian hat uns am Wochenende in Neuss zum Sieg geführt“, ist Marzenell noch immer voll des Lobes für den gebürtigen Nürnberger. Unterstützung erhält er von seinem Davis-Cup-Kollegen Peter Gojowczyk (Weltranglistenplatz 39). Verzichten müssen die Mannheimer jedoch auf Damir Dzumhur, den eine Rückenverletzung plagt. Wer den Bosnier ersetzen wird, lässt Marzenell offen. „Wir haben einige Möglichkeiten. Klar ist, dass Gojowczyk oder Marterer an eins spielen werden“, verweist Marzenell bei Taktikfragen auf das heute stattfindende Training, sowie die Möglichkeit, auf die Aufstellung der Düsseldorfer reagieren zu können.

Nach dem Wochenende gegen Düsseldorf und Halle sollen für die ambitionierten Mannheimer mindestens zwei weitere Zähler auf der Habenseite stehen. „Holen wir drei Punkte, sind wir auf alle Fälle im Meisterschaftsrennen dabei“, hofft Marzenell und warnt zugleich vor den vermeintlich angeschlagenen Gegner aus Halle am Sonntag. „Mehrere Spieler waren noch in Wimbledon aktiv. Sonst hätte Halle nicht in dieser Höhe verloren.“

Morgen will außerdem der TC Weinheim ab 13 Uhr gegen Neuss seine gute Form nach dem 4:2-Sieg bei TK Kurhaus Aachen bestätigen.