Grün-Weiss Mannheim

Tennis Titelverteidiger tritt am Freitag mit dem serbischen Topspieler bei Bundesliga-Aufsteiger BW Aachen an

Grün-Weiss setzt auf Lajovic

Mannheim.Die Auftakthürde bei Aufsteiger TuS Sennelager hat Meister Grün-Weiss Mannheim in der Tennis-Bundesliga mit 4:2 geschafft, am Freitag (13 Uhr) folgt für die Mannschaft von Teamchef Gerald Marzenell das nächste Duell mit einem Neuling. Bei BW Aachen peilt der klar favorisierte Titelverteidiger den zweiten Saisonsieg an, um mit einer optimalen Ausgangsposition ins erste Heimspiel gegen Großhesselohe München am Sonntag (11 Uhr) gehen zu können.

„Aachen freut sich ganz besonders auf die Bundesliga. Sie sind wegen eines Matchpunktes unglücklich abgestiegen und jetzt wieder zurück. Ich erwarte ein schweres Spiel“, erklärt Marzenell und ergänzt: „Mein Kenntnisstand ist, dass Aachen mit seinen vier besten Spielern antreten wird. Wir werden schauen, dass wir ordentlich dagegenhalten.“ Aachen, das am ersten Spieltag beim TC Weinheim mit 2:4 verloren hat, setzt voraussichtlich auf den Niederländer Thiemo de Bakker (Weltranglistenplatz 265) sowie die belgischen Davis-Cup-Spieler Ruben Bemelmans (ATP-Rang 171) und Yannick Mertens sowie Aslan Karatsev (Russland).

Albot für Heimspiel fraglich

Grün-Weiss vertraut diesmal auf Rückkehrer Dusan Lajovic, der für Federico Delbonis an Position eins dabei sein wird. Der Serbe belegt in der Weltrangliste aktuell Platz 36. „Dusan hat schon einmal drei Jahre für uns gespielt und sich dann auf die ATP-Tour konzentriert. Jetzt hat er sein Ziel erreicht und es in die Top 50 geschafft“, berichtet Marzenell. „Im vergangenen Herbst hatten wir wieder Kontakt – und Dusan hat gesagt, dass er gerne wieder Bundesliga spielen würde. Er wird zwei, drei Mal für uns aufschlagen.“ Neben Lajovic baut der Grün-Weiss-Teamchef auf Pedro Martinez, der gegen Sennelager einen starken Einstand feierte, Jeremy Jahn, Andreas Beck und Doppelspezialist Robin Kern.

Die Chancen für das Heimspiel gegen den starken Aufsteiger aus München, bei dem die Ex-Mannheimer Peter Gojowczyk und Daniel Brands im Kader stehen, sieht Marzenell unterdessen nach aktuellem Stand bei „maximal 50:50“, weil der für Sonntag für Lajovic eingeplante Radu Albot (Weltranglistenplatz 40) seit Wimbledon angeschlagen ist. Der Einsatz des Moldawiers, der großen Anteil am Titelgewinn vor einem Jahr hatte, ist noch fraglich.

„Wir haben eine schwierige Ausgangslage“, sagt Marzenell und lobt den Kontrahenten: „Großhesselohe hat beim favorisierten Rochusclub in Düsseldorf ein 3:3 geholt. Sie werden mit dem Abstieg nichts zu tun haben und am Ende um die ersten vier, fünf Plätze spielen – wir müssen schauen, dass wir ein ordentliches Spiel abliefern. Dann wird es ein schönes Tennis-Fest.“