Grün-Weiss Mannheim

Tennis Spitzenreiter Grün-Weiss bestreitet sein Bundesliga-Heimspiel gegen Reutlingen heute mit Delbonis und Gojowczyk

Hitzeschlacht am Neckarplatt

Archivartikel

Mannheim.Federico Delbonis gehört zu Argentiniens Davis-Cup-Helden. Im November 2016 sicherte der 27-Jährige beim Final-Triumph über Kroatien den entscheidenden Punkt durch einen Sieg gegen Ivo Karlovic im abschließenden Einzel. Heute geht der Weltranglisten-82. für den Tennis-Bundesligisten Grün-Weiss Mannheim im Heimspiel gegen Aufsteiger TV Reutlingen an den Start (ab 13 Uhr). Es ist der zweite Auftritt des Topspin-Spezialisten für den Tabellenführer in dieser Saison am Neckarplatt. Gegen Düsseldorf gewann er sein Einzel souverän. „Federico hat immer sehr gut für uns gespielt. Das erwarte ich auch heute von ihm“, erklärt Grün-Weiss-Teamchef Gerald Marzenell. „Er wird bei 35 Grad kaum zu schlagen sein.“

Die Ausgangslage vor der Hitzeschlacht mit Reutlingen ist eindeutig. Meisterschaftsaspirant Grün-Weiss steckt in der Favoritenrolle, Reutlingen – das am vergangenen Sonntag mit dem Remis gegen Aachen den ersten Punkt einfuhr – kämpft um den Klassenerhalt. Marzenell will die Erfolgsserie nach den Siegen über Weinheim, Düsseldorf und Neuss sowie dem Remis gegen Halle unbedingt fortsetzen. „Das ist ein super Auftakt gewesen. Aber jetzt gilt es, dort weiterzumachen“, betont der Grün-Weiss-Teamchef. „Es wird ein ganz wichtiges Wochenende für uns. Wir wollen unsere Spitzenposition verteidigen. Dafür müssen wir gegen Reutlingen gewinnen und in Aachen versuchen, einen Punkt zu holen.“

Die Mannheimer haben allen Grund, selbstbewusst zu sein. Neben Delbonis, der seit fünf Jahren zum Grün-Weiss-Kader zählt, wird auch wieder der Weltranglisten-44. Peter Gojowczyk dabei sein. Der gebürtige Münchner gab nach seinem frühen Aus bei den German Open am Hamburger Rothenbaum gegen Nicolas Jarry seine Zusage. Zudem stehen Andreas Beck und Tobias Kamke bereit. „Die beiden sind heiß auf die kommenden Spiele“, erklärt Marzenell auch mit Blick auf die Auswärtsaufgabe am Sonntag in Aachen (ab 11 Uhr).

Marzenell mahnt auf jeden Fall volle Konzentration an. „Reutlingen ist gerade aufgestiegen. Wir dürfen keine Punkte liegen lassen“, so der Teamchef. „Ein Selbstläufer wird es nicht. Wir treten mit einer Topmannschaft an.“ Beim 3:3 in Aachen setzte Reutlingen auf den Spanier Jordi Samper-Montana oder Ex-Profi Michael Berrer, der in Stuttgart oft gemeinsam mit Mannheims Andi Beck trainiert. „Michael ist ein guter Freund von mir“, unterstreicht Beck, der in Deutschland noch nie bei solchen Temperaturen gespielt hat. „Wichtig wird sein, genug zu trinken.“

Am Sonntag erwartet den noch ungeschlagenen Spitzenreiter in Aachen erneut eine Mannschaft aus der unteren Tabellenregion. Der fünffache deutsche Meister hat in dieser Saison erst einmal gewonnen und steht lediglich einen Punkt vor den Abstiegsrängen. „Aachen steht mit dem Rücken zur Wand. Das wird ein heißer Kampf und ein sehr ausgeglichenes Spiel“, erläutert Marzenell.

TC Weinheim mit zwei Heimspielen

Bundesliga-Rivale TC Weinheim bestreitet nach der Derby-Niederlage zwei Heimspiele. Heute geht es ab 13 Uhr gegen BW Krefeld, am Sonntag kommt ab 11 Uhr Köln an die Bergstraße. Vor allem das heutige Duell mit Krefeld verspricht Spannung. Die Gäste könnten mit Paolo Lorenzi, Carlos Berlocq, Jürgen Melzer und Alessandro Gianessi antreten. Doch auch die Weinheimer sind gut aufgestellt. Neuzugang Casper Ruud wird erstmals für den TC 02 aufschlagen. Der Norweger gilt als riesiges Talent – unter anderem schlug der 19-Jährige in diesem Jahr bereits den spanischen Sandplatzstar David Ferrer. Ein weiterer Debütant ist der frühere Grün-Weiss-Spieler Benjamin Becker. Der mittlerweile 37-Jährige schickte einst bei den US Open Andre Agassi in die Tennis-Rente. Die Kölner haben für Sonntag den Einsatz von Dustin Brown angekündigt.