Handball

Handball-Badenliga, Frauen HSG schlägt Nußloch 30:25

Ambitionen untermauert

Archivartikel

Mannheim.Die Handballerinnen der HSG Mannheim haben ein dickes Ausrufezeichen hinter ihre Ambitionen auf den direkten Wiederaufstieg gesetzt: Im Duell der beiden bis dahin ungeschlagenen Oberliga-Absteiger gewannen die Seckenheimerinnen am Sonntag bei der SG Nußloch überlegen mit 30:25 (15:12). „Der Druck bei uns war schon groß und die Nervosität natürlich auch“, erklärte die Sportliche Leiterin der HSG, Laura Kettling, sichtlich erleichtert, nachdem man erfolgreich Revanche für die beiden knappen Niederlagen aus der Vorsaison nehmen konnte. „Ich glaube, dass war heute das bislang beste Saisonspiel. Unsere Mannschaft trat sehr konzentriert auf und spielte einen wirklich schönen Handball“, lobte Kettling.

Gestützt auf eine bewegliche 5:1-Deckung brachte sich die HSG nach dem 3:5-Rückstand (8.) mit einem 4:0-Lauf zum 7:5 (14.) erstmals in Führung. Nur noch einmal gelang Nußloch danach der Ausgleich: Beim 12:12 (25.). Doch noch vor der Pause legte Mannheim wieder eine Drei-Tore-Führung vor und verteidigte diese im zweiten Abschnitt mit viel Leidenschaft und Klasse. Allerdings vertraute HSG-Trainer Siggi Oetzel in diesem Spitzenspiel überwiegend seiner ersten Sechs, erst in der Schlussphase war er zum Handeln gezwungen. Binnen drei Minuten sahen Caroline Vreden (53.) und Cora Goldmann (56.) die Rote Karte. Somit fehlte in der Schlussphase beim Stande von 27:24 plötzlich der komplette Mittelblock, der zuvor einen so guten Job machte. Doch es spricht für die Seckenheimerinnen, dass sie diesen Ausfall mit einer tollen Teamleistung kompensierten und die Führung sogar noch auf 30:24 ausbauten, ehe Nußloch mit der Schlusssirene das 30:25 gelang.

Ein Sonderlob verdiente sich neben Nadine Titze, die alle acht Strafwürfe sicher verwandelte, auch noch Torhüterin Sarah Kral-Meinhardt, die durch den Ausfall von Stella Gudenau die komplette Last auf ihren Schultern trug, aber eine glänzende Partie ablieferte.

Heddesheim – Dielheim 22:18

Die ersten 25 und die letzten zehn Minuten waren richtig gut, dazwischen leistete sich die SG Heddesheim einen langen Durchhänger. „Am Ende haben wir verdient gewonnen, aber einen Schönheitspreis bekommen wir dafür nicht“, meinte SGH-Trainer Torsten Edinger. In den ersten 25 Minuten stand die Deckung der Gastgeberinnen überragend, eine 9:3-Führung war die Folge, die bei einer besseren Chancenverwertung noch höher hätte ausfallen müssen. Doch dann leistete sich Heddesheim einige Fehler, Dielheim verkürzte und blieb in der zweiten Hälfte immer in Tuchfühlung. Erst nach dem 17:16 (50.) ging wieder ein Ruck durch das SGH-Team und die Gäste wurden doch noch sicher bezwungen. me