Handball

Handball TV Friedrichsfeld sehnt Heimpremiere in der neuen Saison gegen Aufsteiger Eppelheim entgegen

Anspannung weicht der Freude

Archivartikel

Mannheim.Nachdem der erste Spieltag der Handball-Badenliga von Nervosität und auch Unsicherheit bei allen Beteiligten geprägt war, weicht die Anspannung, den Spielbetrieb in Zeiten von Corona durchzuführen, inzwischen der Freude, ein weiteres Stück Normalität erlangt zu haben. So ist auch der TV Friedrichsfeld heiß darauf, in seinem ersten Heimspiel am Samstag um 19 Uhr gegen den TV Eppelheim seine Qualität zu zeigen.

Zwar werden nicht einmal 80 Fans in der Lilli-Gräber-Halle sein und die Umsetzung des Hygienekonzepts bringt – wie bei den Konkurrenten auch – viel Arbeit mit sich, aber der Verein hat seine Hausaufgaben gemacht. Die Spieler haben schon am vergangenen Wochenende beim 22:22 bei der HSG St. Leon/Reilingen gezeigt, dass sie in der Vorbereitung gut gearbeitet haben.

Nun kommt mit Eppelheim ein starker Aufsteiger nach Friedrichsfeld, der zum Start gegen Wiesloch mit 22:19 gewann. „Ich kenne die Mannschaft gut und habe wirklich Respekt vor dieser Aufgabe“, erklärt TVF-Sprecher Florian Kuhn. Dabei sieht er die Gäste zwar nicht individuell herausragend besetzt, „aber es ist ein ganz starkes Kollektiv, das kämpferisch immer alles gibt“.

Heddesheim braucht Steigerung

Noch viel Luft nach oben hat die SG Heddesheim, die überraschend deutlich ihre Premiere gegen Hardheim verlor (24:32). Jetzt steht am Samstag (19 Uhr) das unangenehme Spiel beim HSV Hockenheim an. „Der Gegner hat am vergangenen Wochenende beim TV Knielingen, der sehr stark eingeschätzt wird, nur knapp mit 26:30 verloren. Das sollte uns Warnung genug sein, den Aufsteiger nicht zu unterschätzen“, sagt SGH-Trainer Marco Dubois. Der Heddesheimer Coach lässt aber keine Zweifel an der Zielsetzung aufkommen: „Wir fahren nach Hockenheim, um unsere ersten Punkte zu holen. Dafür müssen wir uns aber in vielen Bereichen gegenüber dem Hardheim-Spiel verbessern – besonders bei der Chancenverwertung.“

Vor seinem Saisondebüt steht der TSV Amicitia Viernheim. Die Südhessen, von vielen Kontrahenten als Titelkandidat gehandelt, freuen sich über die Anerkennung, sehen aber andere Teams vorn. „Es ehrt uns, aber wir wissen, was wir können und können einschätzen, was machbar ist“, spielt Viernheims Trainer Christian Müller auf die schon jetzt vorhandenen Verletzten an. Besonders Felix Hildenbeutels Kreuzbandriss reißt ein Loch. „Er war in der Abwehr gesetzt. Jetzt ist für ihn die Runde beendet“, so Müller über den Neuzugang von der SG Leutershausen II. Zudem verstärken Rückkehrer Sven Walter (TV Knielingen) und Ernst Mantek vom Drittliga-Team der Leutershausener den TSV Amicitia.

Viernheim mit Verspätung

Nachdem eigentlich am vergangenen Wochenende ein Heimspiel den Rundenbeginn für die Viernheimer einläuten sollte, die Stadtverwaltung aber bat, wegen steigender Corona-Zahlen noch zu pausieren, geht es am Samstag (19.30 Uhr) bei der TSG Wiesloch los. „Das ist ein sehr unangenehmer Gegner, der zu Hause große Qualitäten hat“, warnt Müller, der zudem einige angeschlagene Akteure hat: „Ich hoffe mal, dass wir mit zehn, elf fitten Spielern hinfahren können.“

Bei der HG Oftersheim/Schwetzingen startet am Samstag, 19 Uhr, die SG Leutershausen II in die Saison. Trainer Roger Grössl steht wieder eine gute Mischung aus erfahrenen und vielen jungen Spielern zur Verfügung. Neu sind Außenspieler Alexander Eike, Torhüter Lars Wilkening und der rechte Rückraumspieler Tom Gauweiler, die alle aus der eigenen A-Jugend kommen. Am Kreis verstärkt der vom HC Gonsenheim zurückgekehrte Torsten Walz die SGL-Reserve.

Den vier Neuen stehen die Abgänge von Felix Hildenbeutel (Viernheim) und Florian Balz (Schriesheim) gegenüber. Maximilian Hornstein hat Leutershausen mit unbekanntem Ziel verlassen. Jonas Haslinger und Maximilian Klapdohr legen eine Handballpause ein. „Wir haben aber dennoch eine gute Mannschaft beisammen“, ist Abteilungsleiter Jürgen Fitzer überzeugt. „Unser Ziel ist es, einen sicheren Mittelfeldplatz zu sichern, nachdem wir letzte Runde lange im Abstiegskampf waren“, hofft Fitzer auf eine Etablierung in der Badenliga.