Handball

Handball Badenligisten müssen selbst bei einem Saisonstart Mitte September ohne spielfreies Wochenende auskommen

Auf Vereine kommt Mammutsaison zu

Mannheim.Die Planungen für die nächste Saison im Bereich des Badischen Handball-Verbands (BHV) sind einen großen Schritt weiter. Nachdem am vergangenen Freitag die wegen der Corona-Pandemie verlängerte Meldefrist ausgelaufen ist, haben die Spieltechniker des Verbands die Klasseneinteilungen bekanntgegeben. „Wir haben in den vergangenen Wochen viele Telefonate mit den Vereinen geführt. Es ist wirklich keine einfach Situation“, erklärt Harry Sauer, der Vize-Präsident Spieltechnik des BHV. Schließlich hätten auch die Vereine intensive Gespräche mit ihren Spielern, aber auch Helfern und Sponsoren führen müssen.

Da es nach dem Corona-bedingten Saisonabbruch nur Aufsteiger, aber keine Absteiger gibt, standen die Spieltechniker vor der Aufgabe, erhöhte Mannschaftszahlen in der Badenliga und der Verbandsliga unterzubringen und gleichzeitig im Auge zu haben, dass es am Ende der nächsten Saison eine höhere Zahl an Absteigern geben wird, um auf die normale Staffelgröße zurückzukommen. Das führt bei der Badenliga zu einer 16er Staffel, unter anderem mit dem TV Friedrichsfeld, der SG Heddesheim, dem TSV Amicitia Viernheim und der SG Leutershausen II. „Hier haben wir – wenn der Saisonstart Mitte September gehalten werden kann – bis zum 16. Mai 2021 kein spielfreies Wochenende, obwohl wir schon den Pokalwettbewerb ausgesetzt haben“, sagt Sauer. „Wir haben vier Spieltage mehr, und die sorgen für einen ganz engen Terminkalender, aber da müssen wir jetzt gemeinsam durch.“

Dabei hofft der Vizepräsident, dass es tatsächlich im September losgehen kann: „Wir haben aber auch Alternativen in der Schublade.“ Er hat mit seinen Kollegen einen verspäteten Saisonstart im November durchgeplant, ebenso eine halbierte Saison, die erst im Januar 2021 beginnen würde. „Wirklich wissen können wir in der derzeitigen Situation aber nicht, wann wird starten werden“, erklärt Sauer.

Kostenfrage im Blick

Den Vereinen würden die Spieltechniker gerne eine etwa sechswöchige Vorbereitungsphase zugestehen, „aber wenn es nur drei wären, wir aber im September beginnen könnten, wäre das nach meiner Einschätzung auch machbar.“

Dabei stellt er klar: „Wir werden eine Entscheidung im Sinne der Vereine treffen und das unter Umständen auch noch einmal per E-Mail kurzfristig abfragen, wenn es soweit ist. Ich denke aber, die Vereine wollen spielen, denn jedes ausbleibende Heimspiel kostet auch Einnahmen“, hat Sauer die Belange der Teams im Blick: „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu den Vereinen und ziehen alle an einem Strang.“