Handball

Handball-Landesliga TV Groß-Rohrheim steht vor großen Herausforderungen in der neuen Spielklasse / Zum Auftakt gegen HSG Hanau II

Aufstiegstrainer Holdefehr setzt auf hohes Tempo

Groß-Rohrheim.Nach dem geglückten Durchmarsch aus der Bezirksliga A über die Bezirksoberliga in die Landesliga, wartet nun eine echte Herausforderung auf die Handballer des TV Groß-Rohrheim. „Die Landesliga ist eine richtig starke Liga. Da werden wir uns umstellen müssen“, rechnet Trainer Sascha Holdefehr mit einer „extrem schweren Runde“.

Gleich zum Saisonstart am 15. September erwartet die Ried-Handballer bei der HSG Hanau II eine harte Nuss. „Da wird man schon sehen, wo wir wirklich stehen“, so Holdefehr, der in den Testspielen sehr gemischte Leistungen sah: „Da waren richtig gute Vorstellung dabei, dann aber auch eher mäßige Leistungen wie zuletzt bei unserem eigenen Vorbereitungsturnier.“ Tatsächlich gewann der TVG zwar das Sebastian-May-Gedächtnisturnier, aber zufrieden war Holdefehr nicht. Den Bezirksoberligisten TV Lampertheim schlug man zweimal klar, gegen den SV Erbach setzte es einen Sieg und eine Niederlage. „Da waren wir zu nachlässig“, erkannte der Coach. „Das dürfen wir uns in der Liga nicht erlauben.“

Zwei Langzeitverletzte

In anderen Tests wie gegen Crumstadt oder Großwallstadt im Rahmen eines Trainingslagers lief es wesentlich besser. Allerdings hing auch fiel davon ab, in welcher Konstellation der TVG antrat. „Dieses Jahr haben immer mal wieder Spieler gefehlt. Gefühlt war das nicht so gut, wie vor einem Jahr“, so der Trainer, der auch wieder zwei Verletzte zum Saisonstart zu beklagen hat: Lukas Baumann wird nach seinem Sehnenabriss im Finger in diesem Jahr nicht mehr spielen können, bei Manuel Kohl hofft Holdefehr, dass das Knie nicht mehr allzu lange Probleme macht: „Manuel ist in Behandlung und man muss abwarten, wie sich das entwickelt. Zum Saisonstart rechne ich nicht mit ihm.“

Große Fortschritte haben in der Vorbereitungsphase die beiden Neuzugänge aus der eigenen Jugend – Niklas Fries und Louis Erlemann – gemacht. Beide eint, dass sie sich noch an die Körperlichkeit im Spiel gewöhnen müssen. „Sie sind mittelfristig sicherlich auch Optionen für den Rückraum, aber da müssen sie noch zulegen. Vorerst sehe ich sie verstärkt auf der Außenposition, wo sie auch ihre Schnelligkeit einbringen können“, so Holdefehr. Der einzige Neuzugang von Außen, Kreisläufer Toni Pagnozzi vom TuS Griesheim, wurde zuletzt immer wieder durch Kniebeschwerden zurückgeworfen. „Er braucht noch etwas Zeit. Gerade das Zusammenspiel mit dem Kreis muss fast blind funktionieren und da fehlen ihm jetzt noch einige Trainingseinheiten.“

In guter Verfassung präsentieren sich indes die Leistungsträger Andreas Ochs, Till und Sebastian Haas sowie Florian Olf. „Florian könnte zu einem ganz wichtigen Faktor werden. Er ist allerdings beruflich sehr eingespannt“, hofft der TVG-Coach, dass Olf die ihm zugedachte Rolle alsbald einnehmen kann.

Im Spielsystem hat Holdefehr in der Vorbereitung vor allem am Feinschliff gearbeitet. Wie schon in der vergangenen Runde soll mit viel Tempo aus der Deckung heraus agiert werden, wobei die Abwehr öfter in der 3:2:1-Formation spielen soll. „Das haben wir verstärkt trainiert und das sah gut aus.“

Wenn der TV von größeren Verletzungsausfällen verschont bleibt, strebt Holdefehr mit seinem Team einen sicheren Mittelfeldplatz in der Landesliga an. „Das wird aber eine echte Herausforderung gegen richtig gute Konkurrenz. Das Auswärtsspiel in Hanau wird da schon ein erster Fingerzeig sein.“ me