Handball

Handball-BW-Oberliga, Frauen Seckenheim kassiert ein 22:26

Aussetzer wird bestraft

Mannheim.Die Handballerinnen der TSG Seckenheim hatten sich nach ihrem Wiederaufstieg in die Oberliga viel vorgenommen, wollten die HSG Leinfelden-Echterdingen nicht nur ärgern, sondern auch Punkte mit nach Nordbaden nehmen. Aber eine schwache Viertelstunde brachte das Team um seine Chance. Von 8:6 (18.) zog Leinfelden auf 18:9 (33.) davon und gewann am Ende mit 26:22 (16:8). Kämpferisch war den Seckenheimerinnen aber immerhin kein Vorwurf zu machen.

Da der Landkreis Esslingen zu den Corona-Hotsports zählt, durften kurzfristig nicht nur keine Gäste-Fans in die Halle, sondern überhaupt keine Zuschauer. „Wir waren aber froh, dass das Spiel überhaupt stattfinden konnte“, so TSG-Trainer Siggi Oetzel. Vor den leeren Rängen vertraute er zuerst auf die routinierten Spielerinnen, die bereits über Oberliga-Erfahrung verfügen. Bis zum 4:4 (10.) war die Partie ausgeglichen, dann leisteten sich die Gäste aber individuelle Fehler und insbesondere die Chancenverwertung driftete weit in den roten Bereich. Das nutzte Leinfelden-Echterdingen konsequent aus und zog über 8:5 (17.) und 13:6 (23.) auf die klare 16:8-Pausenführung davon.

Goldmanns Energieleistung

Da die Seckenheimerinnen in kurzer Folge drei Zeitstrafen kassierten, standen sie zu Beginn der zweiten Hälfte nur noch mit drei Feldspielerinnen auf dem Parkett, aber mit einer Energieleistung erzielte Cora Goldmann einen Treffer zum 17:9, was das Startsignal für eine Aufholjagd war. Beim 20:16 (42.) war die TSG in Schlagdistanz, aber die favorisierten Gastgeberinnen konterten und legten bis zum 24:19 (53.) vor. Seckenheim ließ nicht locker, verkürzte binnen zwei Minuten auf 24:22 (56.), dann lief aber die Zeit davon. „Schade, dass es nicht gereicht hat, aber wir werden die Köpfe nicht hängen lassen. Aus den Fehlern wird gelernt. Insgesamt war das durchaus eine Leistung, auf die wir aufbauen können“, meinte Laura Kettling, die Sportliche Leiterin der TSG.