Handball

Deutsche Vorrundengegner In der 15 200 Zuschauer fassenden Arena bekommt es der Titelverteidiger mit Montenegro, Slowenien und Mazedonien zu tun

Auswärts-Dreierpack im Zagreber Hexenkessel

Zagreb.Die deutsche Handball-Nationalmannschaft ist der Favorit auf den ersten Platz in der Vorrundengruppe C. In der 15 200 Zuschauer fassenden Arena von Zagreb trifft der EM-Titelverteidiger auf Montenegro, Slowenien und Mazedonien. „Wir bekommen es mit drei Mannschaften zu tun, die mit sehr viel Nationalstolz spielen werden“, glaubt Bundestrainer Christian Prokop. Die deutsche Auswahl stellt sich auf drei Auswärtsspiele ein und geht von einer gewaltigen Fan-Unterstützung für die Gegner vom Balkan aus. Fürchten muss der Europameister trotzdem keinen der drei Rivalen.

Montenegro: Der Auftaktgegner ist die „große Unbekannte“, wie es Kreisläufer Hendrik Pekeler von den Rhein-Neckar Löwen sagt. Die Mannschaft löste das Ticket für das Turnier in Kroatien mit einem völlig überraschenden Sieg über Schweden und einem abschließenden Remis im entscheidenden Spiel in Russland. „Montenegro hat sich die Qualifikation verdient. Das ist ein kampfstarkes und cleveres Team mit wurfgewaltigen Leuten im Rückraum. Hinzu kommen zwei unangenehme Torhüter und eine Abwehr, die den Gegner in unterschiedlichen taktischen Formationen immer wieder vor neue Aufgaben stellt“, warnt Prokop davor, den Gegner zu unterschätzen.

Slowenien: Mit dem WM-Dritten bekamen es die Deutschen schon in der EM-Qualifikation zu tun. Beide Duelle gewann die DHB-Auswahl klar (32:23 und 25:20). Auch bei den Olympischen Spielen und der EM 2016 traf der Europameister auf das Team vom Balkan und siegte. „Wir haben mit diesem Gegner immer gute Erfahrungen gemacht“, meint Pekeler: „Es wird darauf ankommen, dass wir die Mittelmänner in den Griff bekommen.“ Mit Miha Zarabec vom THW Kiel und Dean Bombac vom polnischen Topclub Kielce verfügen die Slowenen in der Tat über zwei starke Regisseure. Prokop lobt den Gegner in höchsten Tönen: „Das ist eines der spielstärksten Teams im gesamten Turnier. Diese Mannschaft kommt über alle Positionen, bringt die starken Außen immer wieder ins Spiel und in der Abwehr sind ein paar flinke Leute dabei.“

Mazedonien: Mit Borko Ristovski (jetzt FC Barcelona), Dejan Manaskov (jetzt Telekom Veszprém) und Filip Taleski stehen zwei ehemalige und ein aktueller Spieler der Rhein-Neckar Löwen im Kader des dritten deutschen Vorrundengegners. Star der Mannschaft ist Kiril Lazarov, der viele Jahre in Barcelona spielte und nun für HBC Nantes am Ball ist. Auch sein Bruder Filip, bis 2016 für den mazedonischen Spitzenclub Vardar Skopje aktiv und jetzt beim rumänischen Verein SCM Politehnica Timisoara unter Vertrag, gehört zum Team. „Ristovski kann ein Spiel alleine entscheiden“, meint Prokop, der auch vor dem Löwen im mazedonischen Team warnt: „Taleski hat sich in der Liga bislang unter Wert verkauft, er verfügt aber über ein enormes Potenzial.“