Handball

Handball-Badenliga Friedrichsfelds Heimserie reißt beim 15:20 gegen den Spitzenreiter aus dem Odenwald

Birkenau zeigt TVF Grenzen auf

Mannheim.Im neunten Heimspiel hat es den TV Friedrichsfeld erwischt – und wie: Die Badenliga-Handballer waren nach zuvor acht Siegen in acht Spielen in der Lilli-Gräber-Halle gegen den Tabellenführer TSV Birkenau beim 15:20 vollkommen chancenlos. Die Odenwälder lieferten eine Demonstration ihrer Stärke ab und bauten ihre Tabellenführung auf fünf Punkte aus. „Wir haben gegen die stärkste Mannschaft der Liga verloren“, ließ auch TVF-Sprecher Florian Kuhn keine Zweifel an der Überlegenheit Birkenaus.

Die Gäste schlugen die Friedrichsfelder dabei mit ihren eigenen Waffen: Der TSV stellte eine defensive, stabile Deckung und ließ das Team von TVF-Coach Marco Dubois vor allem aus dem Rückraum werfen. Dabei spielte Birkenau in die Karten, dass der zuletzt überragende Friedrichsfelder Schütze Raimonds Trifanovs angeschlagen fehlte. „Damit waren wir zu leicht auszurechnen“, so Kuhn.

Hätte nicht Nikki Hoffmann im TVF-Tor noch eine starke Leistung gezeigt und auch die eigene Deckung ordentlich gearbeitet, es wäre zu einem Debakel gekommen, dass sich beim 4:9 (22.) und 7:18 (44.) auch anbahnte. Doch in der Schlussviertelstunde gelang Friedrichsfeld etwas Ergebniskosmetik, über 12:20 verkürzte die Dubois-Sieben zum 15:20-Endstand.

„Das war eine klare Angelegenheit“, so Kuhn. „Es ist zwar in Ordnung, Birkenau mit seinem starken Angriff bei 20 Toren zu halten, aber unsere 15 Treffer waren natürlich eindeutig zu wenig. Da hat Birkenau kaum etwas zugelassen“, zollte der TVF-Sprecher dem Meisterschaftsfavoriten Respekt. Marco Dubois zeigte sich dann auch als fairer Verlierer: „Ich bin natürlich überhaupt nicht zufrieden, wie wir gespielt haben. Aber man muss auch sehen, dass Birkenau zu Recht Tabellenführer ist. Sie haben uns zu Fehlern gezwungen.“

Heddesheim – Pforzh./Eut. II 32:27

Gleich fünf Spieler fehlten den Heddesheimern, umso höher ist der Heimsieg gegen den Tabellenneunten zu bewerten. Marlon Lierz, Philipp Badent, Simon Gans, Björn Skade und Nico Kettner konnten nicht mitwirken, so dass Spielertrainer Martin Doll gerade einmal zwei Feldspieler zum Wechseln hatte. Doch die Heddesheimer spielten genau so, wie es in dieser Situation nötig war: Sie stellten eine stabile Deckung, legten ein gutes Rückzugsverhalten an den Tag, agierten im Spielaufbau besonnen und waren konzentriert im Abschluss.

Mit dieser Sicherheit legte die SGH vor und baute ihre Führung – gestützt auf Martin Doll, der immer mehr die Fäden in die Hand nahm – im zweiten Abschnitt auf 25:20 (46.) und 28:22 (52.) entscheidend aus.

Viernheim – Hardheim 30:21

Einen souveränen Start-Ziel-Sieg feierten die Viernheimer gegen den Liga-Elften und verbesserten sich dadurch auf Tabellenplatz fünf. Schon beim 12:4 (19.) hatten die Südhessen relativ früh die Weichen auf Sieg gestellt, agierten in Angriff und Abwehr gleichermaßen stark, ließen trotz des zwischenzeitlichen 18:12 (33.) auch im zweiten Abschnitt nichts anbrennen und lagen immer sicher in Führung. Echte Spannung kam an diesem Abend nicht mehr auf.

HG Oft. /Schw. II – SGL II 32:33

Drei Sekunden waren noch auf der Uhr, als sich Peter Mohr ein Herz fasste und zum 33:32-Sieg der SGL-Reserve einnetzte. Durch diesen Erfolg gaben die Leutershausener die Rote Laterne an St. Leon ab und haben mit 11:23 Punkten nur noch einen Zähler Rückstand auf Oftersheim/Schwetzingen. Über die gesamte Spielzeit entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit wechselnden Führungen.

In der Schlussviertelstunde war es die SGL von Trainer Roger Grössl, die immer wieder ein Tor vorlegte, doch die Gastgeber glichen meist schon im Gegenzug aus. Nach dem 32:32 50 Sekunden vor dem Ende nahm Grössl noch eine Auszeit, sagte die letzte Aktion an und Mohr setzte für Leutershausen den umjubelten Schlusspunkt unter eine packende Partie.