Handball

Handball Ex-Bundestrainer fordert ein Umdenken

Brand sorgt sich um Nachwuchs

Archivartikel

Kronau.Ex-Bundestrainer Heiner Brand sorgt sich um den Handball-Nachwuchs. „Mich erschreckt im Augenblick, wie viele junge Spieler schwer verletzt sind bei uns. Alle unsere Toptalente hatten schon schwere Verletzungen“, sagte der 67-Jährige bei einer Podiumsdiskussion des Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen am Dienstag in Kronau.

Die Nationalspieler Tim Suton, Simon Ernst und Sebastian Heymann laborieren an einem Kreuzbandriss, zuvor hatte sich diese Verletzung auch schon Julius Kühn zugezogen. „Ich frage mich, was ist die Ursache? Es wäre an der Zeit, dass der Deutsche Handball-Bund und die Vereine sich zusammensetzen und überlegen, was machen wir mit den Jugendlichen“, sagte Brand und fragte sich: „Trainieren sie zu viel, trainieren sie zu hart? Spielen sie in zu vielen Mannschaften, weil sie in der Jugend sowie in der ersten und zweiten Herrenmannschaft spielen? Es kann so nicht weitergehen.“

Die Podiumsdiskussion zum Thema Nachwuchsförderung war der zweite Teil der Veranstaltungsreihe „Löwen-Talk“, zu Gast waren diesmal neben Brand auch Michel Abt, Videoanalyst und Drittliga-Trainer der Löwen, sowie Marcus Kuhl, der einen Einblick in die Talentförderung beim Eishockey-Spitzenclub Adler Mannheim gewährte. 

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