Handball

Handball-Badenliga Gegen Pforzheim/Eutingen lassen die Südhessen pro Halbzeit nur jeweils neun Tore zu / Friedrichsfeld behauptet sich gegen Knielingen

Defensive legt Grundstein für Viernheimer Sieg

Archivartikel

Mannheim.Einen weiteren Schritt nach vorne machten die Badenliga-Handballer des TV Friedrichsfeld. Zwar treten sie in der Tabelle auf Rang zehn auf der Stelle, doch das 27:27 (16:15)-Remis gegen den Fünften TV Knielingen war spielerisch „absolut in Ordnung“, wie Trainer Marco Dubois fand. Mit einer besseren Chancenverwertung wäre sicherlich auch ein Sieg möglich gewesen, „aber unterm Strich war das Unentschieden das verdiente Resultat“, fand auch TVF-Sprecher Florian Kuhn.

Die Friedrichsfelder waren in der ersten Hälfte in eigener Halle überlegen, verpassten es aber, sich nach dem 12:8 (20.) weiter abzusetzen. Das lag auch an der Defensive, die nicht immer sattelfest wirkte. „Wir haben in der ersten Hälfte drei, vier Gegentore zu viel kassiert“, fand denn auch Dubois.

Im zweiten Abschnitt waren es dann die Knielinger, die der Partie ihren Stempel aufdrückten und beim 19:18 (40.) erstmals vorlegten, während der TVF mutig dagegenhielt. Nach dem 26:26 (54.) gelang Daniel Schweizer die 27:26-Führung, ehe die Gäste vier Minuten vor dem Ende das 27:27 markierten. Beide Teams hatten in der Schlussphase noch die Gelegenheit, den Sieg einzufahren, den letzten Angriff hatte Friedrichsfeld 20 Sekunden vor dem Ende – aber es blieb letztlich beim gerechten Remis.

TSVA Viernheim – Pforzh./E. 24:18

Dank einer starken Abwehrarbeit feierten die Viernheimer den verdienten Sieg. „Die Grundlage wurde nach dieser schweren Trainingswoche eindeutig in der Defensive gelegt“, fand TSV-Amicitia-Trainer Frank Herbert, der in den Übungseinheiten zuvor meist nur eine Rumpftruppe zur Verfügung hatte. „Eine taktische Vorbereitung war im Training nicht möglich, wir haben deshalb erst kurz vor dem Spiel eine Videoanalyse des Gegners gemacht, was aber sehr gut gefruchtet hat“, so der Viernheimer Coach, der die neun Gegentore pro Halbzeit als „sehr guten Wert“ ansah: „Wir waren top auf den Gegner eingestellt.“

Nach dem 7:6 setzte sich Viernheim auf 13:9 zur Pause ab und sorgte beim 20:14 (47.) schon für die Vorentscheidung. „Ab da haben wir nichts mehr anbrennen lassen“, so Herbert, der aus einer geschlossen starken Leistung Torhüter Raul Lazaro Garcia hervorhob, „der über 60 Minuten eine grundsolide Vorstellung ablieferte“.

Ein Sonderlob hatte er auch für Marcel König parat, „der in Angriff und Abwehr eine gleichermaßen starke Leistung abgeliefert hat“. Einziges Manko der Viernheimer: Der Sieg hätte weitaus deutlicher ausfallen müssen, doch die Chancenverwertung war alles andere als ideal. „Aber das Wichtigste ist, dass wir die Punkte gegen einen guten Gegner sicher eingefahren haben“, resümierte Frank Herbert nach der Partie gegen die Goldstädter.