Handball

Handball Groß-Rohrheims Trainer Sascha Holdefehr spricht die Defizite seiner Mannschaft nach der Niederlage bei der MSG Umstadt/Habitzheim II offen an

„Diese Leistung war nicht landesligatauglich“

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Große Enttäuschung hat beim TV Groß-Rohrheim nach der 28:35 (13:16)-Auswärtsniederlage gegen die MSG Umstadt/Habitzheim II geherrscht. „Mit einer guten Leistung, wie wir sie in dieser Runde schon gezeigt haben, wäre hier etwas drin gewesen. Vielleicht hätte sogar schon ein fitter Till Haas gereicht. So war das aber einfach zu wenig“, ärgerte sich TVG-Trainer Sascha Holdefehr.

Leistungsträger Till Haas musste kurzfristig absagen, er lag krank im Bett. Als dann auch noch Kreisläufer Antonio Pagnozzi sich zu Beginn der zweiten Hälfte das Knie verdrehte, sah es alles andere als rosig aus. „Personell waren wir dann schon sehr dünn besetzt“, so Holdefehr, der den A-Jugendlichen Nils Heß, der erst vor einer Woche 17 Jahre alt wurde, nicht bringen wollte: „Ich denke, ihm hätte man in diesem Spiel keinen Gefallen getan. Aber er trainiert gut und wird sicherlich bald seine Chance bekommen.“

In der ersten Hälfte entwickelte sich noch eine ausgeglichene Partie mit wechselnden Führungen, wobei Groß-Rohrheim beim 7:6 (14.) letztmals vorlegte und beim 10:10 (23.) das letzte Mal den Ausgleich schaffte. „Die ersten 20 Minuten waren noch in Ordnung von unserer Seite, aber schon da waren wir in der Deckung nicht immer ganz auf der Höhe“, kritisierte Holdefehr. Viel zu häufig verloren die Groß-Rohrheimer in ihrer 3:2:1-Abwehr Eins-gegen-Eins-Situationen. „Und dann fehlte die Hilfe vom Nebenmann. Wir waren einfach nicht kompakt genug“, bemängelte der Trainer die Defizite in der Defensive. Umstadt/Habitzheim nutzte die sich im weiteren Verlauf häufenden Fehler der Gäste, ging mit 12:10 in Führung und baute diese kurz nach der Pause sogar auf fünf Tore aus (18:13, 32.).

Im zweiten Abschnitt versuchten die Ried-Handballer alles, aber an diesem Abend wollte nichts so recht fruchten. „Da gibt es nichts schönzureden: Diese Leistung war nicht landesligatauglich“, fand Holdefehr deutliche Worte. Die Groß-Rohrheimer arbeiteten sich zwar mehrfach auf zwei Tore heran und ließen die Hoffnung auf eine Wende dadurch immer wieder aufleben, aber in der Schlussviertelstunde nahm die Niederlage Gestalt an. „Bis neun, zehn Minuten vor dem Ende hatte ich noch gehofft, dass wir vielleicht doch irgendwie die Kurve bekommen und noch einen Punkt holen könnten, aber es hat nicht gereicht – und es wäre auch nicht verdient gewesen“, so Holdefehr, der zudem noch eine Vielzahl vergebener Chancen notierte: „Unterm Strich waren wir heute nicht gut.“ Die Gastgeber zogen von 28:25 (51.) auf 30:25 und 33:27 (57.) davon und ließen nichts mehr anbrennen.

Am Sonntag gegen Offenbach

Lange dürfen die Groß-Rohrheimer allerdings nicht über die Niederlage nachdenken: „Wir werden das besprechen und dann einen Haken dran machen“, betont der Trainer, der mit seinen Gedanken schon beim Heimspiel am nächsten Sonntag ist: Dann kommen die Offenbacher Kickers in die Bürgerhalle „und da müssen wir uns wieder anders präsentieren“, unterstreicht Holdefehr. „Da erwartet uns eine Mannschaft, die 60 Minuten lang Tempo macht, und da dürfen wir uns so viele Fehler wie heute einfach nicht erlauben.“

TVG-Tore: Andreas Ochs (14/5), Fries (5), Kautzmann (3), Olf, Anthes (je 2), Sziebert, Kohl (je 1). me