Handball

Handball Pariser Krimi-K.o. in der Champions League

Dramatisches Aus für Gensheimer

Archivartikel

Paris.Als Uwe Gensheimer vor drei Jahren von den Rhein-Neckar Löwen zu Paris Saint-Germain wechselte, hatte der Mannheimer ein großes Ziel: Der Weltklasse-Handballer wollte mit dem Starensemble aus der französischen Hauptstadt die Champions League gewinnen. Doch gestern platzte der Traum gleich zum dritten Mal. PSG stand gegen Vive Kielce nach der 24:34-Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel zwar kurz vor einem Wunder im Rückspiel, am Ende reichte der 35:26 (18:11)-Sieg aber nicht fürs Weiterkommen. 2017 scheiterte Paris im Halbfinale, 2018 unterlagen die Franzosen im Endspiel. Und in der neuen Saison kann Gensheimer nicht den nächsten Anlauf Richtung Champions-League-Titel nehmen. Der Linksaußen wechselt im Sommer zurück den Löwen, die in der kommenden Spielzeit mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in der Königsklasse dabei sind und – anders als Paris – in den nächsten Jahren auch nicht erster Anwärter auf die europäische Krönung sein werden.

Gensheimer, der im Hinspiel mit elf Toren ein noch schlimmeres Debakel für den Titelfavoriten im Alleingang verhindert hatte, war gestern fünfmal erfolgreich und überzeugte mit einer Trefferquote von 83 Prozent. Beim 31:20 (50.) stand der Mannheimer mit Paris sogar virtuell im Halbfinale – zumal PSG in Ballbesitz noch die Chance auf eine Zwölf-Tore-Führung hatte.

Doch nach einem Fehler im Angriff und der Roten Karte gegen Superstar Mikkel Hansen (56.) kippte die Begegnung noch einmal und der polnische Serienmeister verkürzte in den Schlussminuten entscheidend.