Handball

Handball-Badenliga TV Friedrichsfeld präsentiert sich bei der 21:34-Derbyniederlage in Viernheim völlig von der Rolle

Dubois bemängelt Einstellung

Viernheim.Sie hatten sich so viel vorgenommen, die Handballer des TV Friedrichsfeld. Sie wollten im Badenliga-Derby beim TSV Amicitia Viernheim endlich die ersten Auswärtspunkte holen. Doch am Ende schlichen sie mit hängenden Köpfen vom Parkett. Der TVF war gegen wie entfesselt auftretende Südhessen chancenlos, verlor auch in der Höhe verdient mit 21:34 (8:17).

Entsprechend bedient war Friedrichsfelds Trainer Marco Dubois, der nach der Schlusssirene die Einstellung seiner Mannschaft bemängelte: „Wir sind nicht so aufgetreten, wie man das in einem Derby machen muss. Man hat heute gemerkt, dass Viernheim den Sieg mehr wollte“, ärgerte sich der Übungsleiter, der sich von seiner Mannschaft „mehr Biss“ gewünscht hätte. Sein Gegenüber, TSV-Amicitia-Coach Christian Müller, war natürlich zufrieden: „Wir haben viel Tempo gemacht, haben Viernheim immer wieder unter Druck gesetzt“, sah er „eine starke Leistung“ seines Teams.

So war es eine einseitige Angelegenheit: Nach fünf Minuten führten die Gastgeber bereits mit 4:0, Friedrichsfeld wirkte nach den ersten drei, vier individuellen Fehlern völlig verunsichert. „Wir haben uns entmutigen lassen und es zu keiner Zeit mehr geschafft, über Kampf zurück ins Spiel zu finden“, sah auch TVF-Sprecher Florian Kuhn eine deutliche Überlegenheit der Viernheimer.

Bei den Südhessen avancierten zwei Akteure zu den spielbestimmenden Personen: Torhüter Patrick Koch zog den Gästen mit seinen Paraden den Zahn, wobei diese es ihm teils auch mit unvorbereiteten, hektischen Aktionen leicht machten. Alleine in der ersten Hälfte scheiterte der TVF elfmal im Abschluss. Zum anderen war das Holger Hubert, der selbst zwar nur viermal traf, aber es schaffte, den Ball schnell zu machen und so seine Mitspieler in Szene zu setzen. Bei Friedrichsfeld verdienten sich Raimonds Trifanovs und Peter Embach gute Noten, „die sich als einzige wirklich gegen die Niederlage stemmten und immer wieder Verantwortung übernahmen“, so Kuhn.

Über 10:4 (15.) bauten die Viernheimer ihren Vorsprung zur Pause schon auf neun Tore aus. Basierend auf einer aggressiven, beweglichen Deckung und einem schnellen Umschaltspiel war dem TSV Amicitia damit schon die Vorentscheidung gelungen. Im zweiten Durchgang kam Friedrichsfeld zwar kurzzeitig bis auf fünf Tore heran (15:20, 42.), aber dann zogen die Gastgeber das Tempo wieder an und machten beim 26:16 nur fünf Minuten später den Sack zu. Damit bleibt es dabei: Friedrichsfeld kann auswärts nicht punkten, während Viernheim seinen Aufwärtstrend unterstrich und den vierten Sieg in Folge einfuhr.

HeddesheimKnielingen 26:21

Mit großem Kampfgeist und einem hohen Maß an Disziplin feierte die SGH einen überraschenden Heimsieg gegen den Tabellenführer aus Knielingen. Über die gesamte Spielzeit war es eine Begegnung auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für die ersatzgeschwächten Gastgeber.

Nach dem 19:20 (47.) ging ein Ruck durch das Team von Trainer Martin Doll: Torhüter Marc Kolander vernagelte sein Gehäuse und zehn Minuten ohne Gegentreffer brachten die 24:20-Führung – dabei ließ die SGH in dieser Phase noch zwei Strafwürfe aus. Aber am Ende reichte es zum erhofften, aber nicht erwarteten Erfolg.