Handball

Handball Trainer verlängert Vertrag beim TV Friedrichsfeld

Dubois freut sich über Klarheit

Archivartikel

Mannheim.Während der offizielle Abbruch der Handball-Saison 2020/21 kurz bevor steht, sind beim Badenligisten TV Friedrichsfeld die Planungen für die nächste Spielzeit bereits fortgeschritten. Trainer Marco Dubois wird sein Engagement beim TVF fortführen, und mit ihm wird auch der Kader weitestgehend beisammen bleiben.

„Alle haben zugesagt“, freut sich Dubois, der seit 2018 die Friedrichsfelder coacht. Einzig Kreisläufer Jannik Seitz wird beruflich bedingt vorerst nicht zur Verfügung stehen. „Aktuell sind wir in Gesprächen mit einigen möglichen Neuzugängen, aber das gestaltet sich in Corona-Zeiten recht schwierig“, erläutert der 31-jährige Trainer. „Uns kommt da sicherlich entgegen, dass wir nicht unter Zugzwang stehen.“

Dass die Saison – in die der TVF immerhin mit sechs Partien im Herbst gestartet war – nun endgültig abgebrochen wird, ist für Dubois eine Erleichterung. „Dann können wir endlich anfangen zu planen. In den letzten Wochen war es doch sehr zäh. Niemand wusste, wie es weitergeht. Realistisch war eine Fortsetzung der Runde nicht. Aber es war einfach noch kein Strich drunter. Im Hinterkopf musste man haben, dass es doch im März noch einmal weitergehen könnte.“ Eine mögliche Fortsetzung hätte Dubois auch aus einem anderen Grund nicht gut gefunden: „Selbst wenn es möglich gewesen wäre, wären es sicherlich Spiele ohne Zuschauer gewesen. Das bedeutet, es wären auf die Vereine Kosten zugekommen, ohne Einnahmen zu haben.“

Dass die Motivation schon länger im Keller war, daraus macht Dubois keinen Hehl. Bis Weihnachten hatte er noch Video-Trainings organisiert, in denen es um Kräftigung und Fitness ging, aber zuletzt stand nur noch der Appell an die Spieler, sich fit zu halten. Damit ist Friedrichsfeld kein Einzelfall. Die fehlenden Perspektiven haben in vielen Teams dafür gesorgt, dass man Video-Chats nur noch dazu nutzte, um die sozialen Kontakte zu pflegen.

Überlegtes Vorgehen gefragt

Der Coach hat sich schon Gedanken für einen Wiedereinstieg in den Trainingsbetrieb gemacht: „Ich gehe davon aus, dass wir einen Vorlauf zur eigentlichen Vorbereitung benötigen“, würde Dubois gerne „vielleicht im Mai“ mit dem Teamtraining beginnen: „Da wird es dann in erster Linie um Ballgewöhnung und viel Bewegung gehen, nicht darum, die Jungs platt zu machen.“ Nach der langen Pause ist für ihn die Verletzungsprophylaxe ein wichtiger Faktor: „Auch wenn man sich individuell fit gehalten hat, ist es doch etwas ganz anderes, wenn man wieder im Zweikampf ist und mit dem Ball arbeitet. Es wird für uns auch ein ungewohntes Bild sein, wieder mit 15 anderen Spieler beisammen zu stehen – und dann auch noch ohne Maske.“

Für den Neustart sei Kreativität gefragt: „Man muss sich neu sortieren und vielleicht auch einige Dinge anders machen, als man es gewohnt war. Aber wichtig ist in erster Linie, dass man wieder ein Ziel vor Augen hat“betont Dubois. me