Handball

Handball-Badenliga Derby gegen Heddesheim geht mit 24:17 an den TV Friedrichsfeld / SGH-Coach Doll spricht von „Lernprozess“

Eine überraschend klare Sache

Archivartikel

Mannheim.Das Derby der Handball-Badenliga wurde zu einer überraschend klaren Angelegenheit: Der TV Friedrichsfeld gewann am Samstagabend vor großer Kulisse in der Lilli-Gräber-Halle gegen die SG Heddesheim mit 24:17 (12:7). „Das war eine sehr gute Teamleistung“, freute sich TVF-Trainer Marco Dubois nach dem Erfolg gegen den Verein, für den er selbst zehn Jahre lang am Ball war.

Heddesheims Coach Martin Doll, früherer Mitspieler von Dubois und nach wie vor freundschaftlich mit ihm verbunden, sprach im Anschluss von einem Lernprozess seiner jungen Mannschaft: „Wir haben eine junge Truppe, der man auch mal Fehler zugestehen muss. Heute waren es sicherlich ein paar zuviel, aber wir schauen dennoch zuversichtlich nach vorne“, wollte er die Niederlage bei den in dieser Runde zu Hause noch ungeschlagenen Friedrichsfeldern nicht überbewerten. Das fehlende Harz wollte Doll auch nicht als Entschuldigung gelten lassen, aber gerade in der Anfangsphase war es schon deutlich zu erkennen, dass die Gäste mit dem Klebemittelverbot arg zu kämpfen hatten. Das sah auch TVF-Sprecher Florian Kuhn so: „Es ehrt Martin Doll, wenn er das Harzverbot bei uns nicht anspricht, aber heute war es schon ein deutlicher Vorteil.“ Allerdings hatte Marco Dubois sein Team auch glänzend auf die Gäste eingestellt, insbesondere der zuletzt starke Marlon Lierz kam gegen die aggressive Friedsrichsfelder Deckung nicht zum Zuge.

Von Beginn an übernahmen die Gastgeber das Kommando, standen defensiv stark und führten nach 13 Minuten mit 4:0. Erst nach einer Viertelstunde traf Martin Geiger erstmals für Heddesheim. Bis dahin hat Friedrichsfeld zwar auch einige Fehler in der Offensive fabriziert, aber mit der stabile Abwehr mehr als eine Duftmarke gesetzt.

Kurz vor der Pause legte die Dubois-Sieben schon eine Sechs-Tore-Führung vor (12:6, 29.) und auch nachdem Heddesheim nach dem Seitenwechsel auf 10:13 und 12:15 (39.) verkürzen konnte, hatte der TVF die passende Antwort parat und erhöhte durch zwei Treffer von Seel und zwei von Jochem Zimmer wieder auf 18:12 (43.). Beim 21:14 durch Steffen Dollinger zehn Minuten vor dem Ende war die Partie entschieden.

Ein Sonderlob verdiente sich bei den Friedrichsfeldern Tobias Seel. In seinem zweiten Spiel nach seiner langen Pause wegen eines Nasenbeinbruchs warf er zwar zu Beginn zwei „Fahrkarten“, ließ sich aber nicht entmutigen und wurde nicht nur wegen seiner am Ende acht Treffer zu einem entscheidenden Faktor gegen die ersatzgeschwächten Heddesheimer.

Wiesloch – TSVA Viernheim 22:27

Mit einer starken Teamleistung und vor allem einer stabilen Deckung feierten die Viernheimer den Auswärtssieg beim seitherigen Tabellennachbarn. Schon in der ersten Hälfte wetzte sich das Team von Trainer Christian Müller etwas ab, führte phasenweise mit vier Toren. Nach dem Seitenwechsel verteidigten die Südhessen stets einen Vorsprung mit mindestens drei Toren und waren in der Schlussphase auch die abgeklärtere Mannschaft. Der Lohn für den dritten Sieg in Folge: Das vor der Runde neuformierte TSV-Amicitia-Team glich sein Punktekonto aus und ist mit 8:8 Zählern nun Tabellensiebter.