Handball

Handball DHB-Frauen zum WM-Auftakt gegen Brasilien

Emily Bölk fordert einen Turbo-Start

Kumamoto.Nach der flotten Anreise mit dem japanischen Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen und der Ankunft im Teamhotel konnten die deutschen Handball-Frauen den WM-Auftakt kaum noch erwarten. „Die Vorbereitung war lang. Wir freuen uns darauf, dass es endlich losgeht“, sagte Rückraum-Ass Emily Bölk und forderte einen Turbo-Start am Samstag (7 Uhr) gegen Panamerika-Meister Brasilien: „Wir müssen von der ersten Sekunde an Vollgas geben. Wenn wir es schaffen, unser bestmögliches Niveau zu erreichen und über das ganze Turnier konstant abzurufen, kann das gut werden.“

Schließlich geht es bei dieser Weltmeisterschaft um mehr als nur eine gute Platzierung. „Olympia ist im Hintergrund immer dabei, wir wollen in acht Monaten noch einmal nach Japan reisen“, sagte Bundestrainer Henk Groener und rief ein ambitioniertes Ziel für die Endrunde in Kumamoto aus: „Mein WM-Traum ist, dass wir uns auf Augenhöhe mit den Besten messen und bis zum Schluss dabei sind.“

Rang sieben das Minimalziel

Nach dem enttäuschenden Achtelfinal-K.o. bei der WM 2017 soll für die DHB-Auswahl mindestens der siebte Platz herausspringen. Damit wäre das Ticket für eines von drei Olympia-Qualifikationsturnieren 2020 sicher. Und die Sommerspiele locken gewaltig. „Das steckt nicht nur im Hinterkopf, sondern ist absolut präsent“, sagte Kapitänin Kim Naidzinavicius. Torfrau Dinah Eckerle bekräftigte: „Natürlich ist Tokio das Ziel von jeder von uns.“

Erst einmal heißt es für den EM-Zehnten des Vorjahres aber, die Vorrunde zu überstehen. Dafür muss in der Gruppe B mindestens Rang drei her. Nach dem Auftakt gegen Brasilien am Samstag geht es einen Tag später gegen Australien, ehe die Hochkaräter Dänemark, Welt- und Europameister Frankreich und zum Abschluss Asienmeister Südkorea warten. „Das wird eine schwierige Aufgabe gegen tolle Gegner“, stellte Sportvorstand Axel Kromer fest. 

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