Handball

Handball-Badenliga Beim Titelkandidaten TSV Birkenau hält der TVF lange mit / Ersatzgeschwächter SGH geht die Luft aus

Friedrichsfeld ärgert den Favoriten

Mannheim.Diese Niederlage dient als Mutmacher: Die Badenliga-Handballer des TV Friedrichsfeld unterlagen nach starker Vorstellung beim Titelkandidaten TSV Birkenau mit 25:29 (10:15) und waren beim 25:26 sogar kurz davor, einen Punkt aus dem Odenwald zu entführen.

„Das war heute eine starke Leistung – und das bei alles andere als idealen Voraussetzungen“, meinte TVF-Sprecher Florian Kuhn mit Blick auf das Fehlen von drei Leistungsträgern: Raimonds Trifanovs und Peter Embach fehlten krankheitsbedingt, Tobias Seel zog sich im Abschlusstraining einen Nasenbeinbruch zu. Er nahm zwar auf der Auswechselbank Platz, aber an einen Einsatz war nicht zu denken.

Als die Birkenauer in der gut besuchten Langenberghalle nach 14 Minuten bereits mit 10:3 führten, schien die Partie ihren erwarteten Gang zu nehmen. Doch in der Folge steigerte sich Friedrichsfeld, stellte die technischen Fehler aus der Anfangsphase weitgehend ab und kämpfte sich mit viel Willen heran. Zur Pause lag das Team von Trainer Marco Dubois noch mit fünf Toren zurück, hatte aber damit erkannt, dass Birkenau absolut in Reichweite ist. Und so ging der TVF auch nach dem Seitenwechsel ohne Respekt zu Werke, kam dank einer überzeugenden Offensivleistung auf 13:16 (35.) heran und schaffte beim 18:19 (42.) erstmals den Anschlusstreffer.

Die Odenwälder wehrten sich, hielten fortan stets einen hauchdünnen Vorsprung. „Uns hat der Ausgleich gefehlt. Wenn wir den irgendwo hinbekommen hätten, wäre das Spiel gekippt“, ist sich Florian Kuhn sicher. Letztmals hatte Friedrichsfeld beim 25:26 zweieinhalb Minuten vor dem Ende die Chance, scheiterte aber denkbar knapp. Im direkten Gegenzug erhöhte Birkenau auf 27:25. Dubois setzte alles auf eine Karte, spielte mit dem siebten Feldspieler, aber der Erfolg blieb aus. Der Favorit traf ins leere TVF-Tor und schaffte doch noch den Zittersieg. „Es ist schade, dass es nicht ganz zu einem Punkt gereicht hat, aber die Art und Weise, wie wir hier aufgetreten sind, lässt uns optimistisch den nächsten Aufgaben entgegenblicken“, bilanzierte Kuhn.

Pforzh./Eut. II – Heddesheim 34:27

„Am Ende fehlte uns einfach die Kraft“, musste Holger Badent, Sportlicher Leiter der SG Heddesheim, nach der 27:34-Niederlage erkennen. Unter der Woche hatte die Erkältungswelle die SGH im Griff, zum Spiel in Pforzheim hatte der verletzte Spielertrainer Martin Doll gerade mal einen gesunden Rückraumspieler zur Verfügung. „Die anderen quälten sich, waren am Ende völlig platt. Unter diesen Voraussetzungen war das eine achtbare Vorstellung“, so Badent.

Pforzheim spielte von Beginn an den gewohnt schnellen Ball und verlangte den Heddesheimern alles ab. Doch die Nordbadener hielten trotz ständigem Rückstand dagegen, blieben immer in Schlagdistanz. „Die Jungs haben wirklich gut gekämpft“, so Badent. Erst nach dem 24:28 (52.) nahm die erste Saisonniederlage Konturen an, beim 26:32 drei Minuten vor dem Ende war sie besiegelt. „Aber das wirft uns nicht um. Wir schauen jetzt nach vorne und wollen am kommenden Wochenende im Derby wieder in die Erfolgsspur zurück“, gab sich Badent nach der Niederlage kämpferisch und blickte auf die Partie am Samstagabend beim TSV Amicitia Viernheim. me